Durchbruch in der Alzheimer-Forschung: Größte Studie an afrikanischstämmigen Patienten identifiziert gemeinsame Krankheitsfaktoren
Eine bahnbrechende Untersuchung zur Genexpression im Gehirn von Patienten afrikanischer Herkunft mit Alzheimer-Krankheit hat erstmals auf großer Skala Unterschiede und Parallelen zu europäischstämmigen Betroffenen aufgedeckt. Die Ergebnisse, die in der Fachzeitschrift Alzheimer’s & Dementia veröffentlicht wurden, könnten die Entwicklung von Therapien vorantreiben, die unabhängig von der ethnischen Herkunft wirksam sind. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit, vielfältigere Daten in der genomischen Forschung zu berücksichtigen, um die weltweite Belastung durch diese neurodegenerative Erkrankung besser zu bekämpfen. In den USA ist das Risiko für Alzheimer bei afrikanischstämmigen Menschen etwa doppelt so hoch wie bei Personen europäischer Abstammung. Dieses Ungleichgewicht wird nicht nur durch sozioökonomische Faktoren wie eingeschränkten Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung, sondern auch durch Testverzerrungen sowie höhere Raten von Risikofaktoren wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen beeinflusst. Genetische Besonderheiten spielen ebenfalls eine Rolle: So tritt die APOE4-Genvariante bei afrikanischstämmigen Menschen häufiger auf, erhöht jedoch…

