SAN ANTONIO, 1. September (LabNews Media LLC) – Cizzle Bio verweist auf eine am 19. August in The Journal of Applied Laboratory Medicine erschienene Arbeit zu CIZ1B-FibA im Blutplasma. Erstautorin ist Dawn Coverley von der University of York. 143 Proben aus drei unabhängigen Sets, mit und ohne Lungenkrebs. In der Frühstadien-Kohorte lag die Sensitivität bei 94 Prozent (Stadium I/II), der negative Vorhersagewert bei 97 Prozent. Alle 18 Krebsfälle dieser Kohorte waren Stadium I oder II.
Der ELISA ist laut Firma bereits für Anbieter in Dallas-Fort Worth und San Antonio im Angebot. Vorgesehen ist vor allem die Einordnung unklarer Lungenrundherde, nicht der Ersatz der Niedrigdosis-CT. Nur etwa 20 Prozent der Lungenkrebse werden in Stadium I erkannt; das Fünf-Jahres-Überleben liegt dort bei 68 bis 92 Prozent, in Stadium IV unter 10 Prozent. CT senkt die Sterblichkeit, erzeugt aber falsch positive Befunde. Validierung läuft unter anderem am Moffitt Cancer Center.
Einordnung
18 Frühfälle und 143 Proben insgesamt sind für einen kommerziellen Claim dünn. Sensitivität 94 Prozent ohne klar ausgewiesene Spezifität und ohne Angabe der Prävalenz in der Zielpopulation sagt wenig über den Alltag. Der NPV von 97 Prozent hängt stark davon ab, wie selten Krebs in der getesteten Gruppe war; in einer Hochrisiko-Rundherd-Sprechstunde fällt er. Drei Sets klingen nach Unabhängigkeit, ersetzen aber keine prospektive, verblindete Nutzenstudie gegen alleinige Bildgebung.
Ein Labortest, der Biopsien spart, wäre wertvoll. Bis die laufenden Zentrenstudien das in einer definierten Rundherd-Population zeigen, bleibt CIZ1B ein ergänzender Marker mit Lizenz für USA, Kanada und die Karibik – kein bevölkerungsweites Screening und kein Freibrief, CT oder Gewebe zu überspringen.
