Asthma-Notfallmedikamente werden knapp: Versorgungsmangel bei Salbutamol entlarvt Schwächen im Arzneimittelmanagement des Bundes
In Deutschland spitzt sich die Versorgungslage mit salbutamolhaltigen Inhalationsmitteln dramatisch zu. Für Millionen von Asthmatikerinnen und Asthmatikern ist der Wirkstoff Salbutamol essenziell – doch Dosieraerosole sind seit Monaten kaum erhältlich. Der offiziell anerkannte Versorgungsmangel besteht bereits seit Ende 2023 fort, und die Bundesregierung unter Federführung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) konnte bislang keine nachhaltige Lösung präsentieren. Damit wird ein strukturelles Problem sichtbar: Deutschland ist bei der Arzneimittelversorgung zunehmend abhängig von globalen Lieferketten, während nationale Steuerungsmechanismen versagen[1][2][3][4]. Zwei Jahre Engpass – kein Ende in Sicht Seit fast zwei Jahren bestehen massive Lieferprobleme bei Salbutamol-Dosieraerosolen, die besonders bei akuten Asthmaanfällen unverzichtbar sind. Laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ist der Engpass durch Produktionsprobleme und eine stark gestiegene weltweite Nachfrage nach Inhalationspräparaten verursacht. Hinzu kommt das Auslaufen älterer Produktionsanlagen und die teilweise Aufgabe der Herstellung durch große Hersteller wie Sandoz, die sich aufgrund neuer…

