Boston (Labnews Media LLC) – Wie MedCity News berichtet, können Pharmaunternehmen durch stark vereinfachte Patientenerfahrungen einen selbstverstärkenden Wachstumskreislauf – den sogenannten „brand-driven flywheel“ – erzeugen. Das Modell setzt auf Direct-to-Patient (DTP)-Ansätze, die den gesamten Verordnungs- und Versorgungsprozess in einem einheitlichen, reibungslosen System bündeln.
Herkömmliche Patientensupport-Systeme seien noch immer stark fragmentiert und manuell geprägt, was zu Verzögerungen, Abbrüchen der Therapie und geringerer Zufriedenheit führe. Das DTP-Modell standardisiere hingegen den gesamten Weg von der Rezeptaufnahme über die Abwicklung von Kostenübernahmen bis zur Lieferung und Nachsorge. Patientinnen und Patienten erhielten so eine retail-ähnliche Erfahrung mit transparenten Preisen, schneller Lieferung und automatisierter Abrechnung.
Dadurch steige die Therapietreue deutlich, während Ärzte von administrativem Aufwand entlastet würden. Gleichzeitig lieferten die Daten aus dem einheitlichen System den Herstellern wertvolle Erkenntnisse zur Optimierung von Zugang, Adhärenz und Markenwahrnehmung. Der Kreislauf verstärke sich selbst: Bessere Patientenerfahrungen führen zu höherer Loyalität und besseren Outcomes, was wiederum den ROI für die Marken erhöhe.
Der Ansatz sei besonders relevant angesichts des wachsenden Anteils teurer Spezialmedikamente und der hohen Abbruchraten bei Kostenübernahmeanträgen. Mit dem brand-driven flywheel könnten Hersteller langfristig Vertrauen aufbauen und nachhaltiges Wachstum erzielen, ohne auf komplexe Zwischenhändlerstrukturen angewiesen zu sein.
