Hannover – Eine neue Online-Plattform soll Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Niedersachsen den Weg zu Omics-Technologien, Biobanken und Fachleuten erleichtern. Das Projekt Expertise und Technology Exchange Niedersachsen (ExTENd) startet im September 2026 und läuft bis August 2029. Es entsteht aus der Translationsallianz in Niedersachsen (TRAIN). Verbundpartner sind die Medizinische Hochschule Hannover (MHH), die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und die Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH. Niedersachsen.next BioRegioN bringt die Plattform innomatch und Anbindung an das regionale Innovationsnetz ein. Das Programm zukunft.niedersachsen von Wissenschaftsministerium und VolkswagenStiftung fördert mit rund 800.000 Euro.
ExTENd soll verteilte Geräte, Software, Dienstleistungen und das dazugehörige Know-how sichtbar machen. Geplant sind einheitliche Zugangsregeln und eine Nutzung über Institutsgrenzen hinweg. Später sollen auch Start-ups sowie kleine und mittlere Unternehmen Zugang erhalten. Die erste Pilotphase gilt Genomik, Transkriptomik, Proteomik, Metabolomik und Biobanken. Danach soll das System auf weitere Technikfelder erweitert werden.
TRAIN-Geschäftsstellenleiterin Sara Haag sieht darin eine gemeinsame Struktur, die Infrastruktur und Expertise zugänglich macht und Kooperation über Standorte stärkt. Thomas Illig, Leiter der Hannover Unified Biobank an der MHH, erwartet eine effizientere Nutzung vorhandener Ressourcen für translationale Forschung. Weitere wissenschaftliche Partner sind Bernd Wollnik an der UMG und Meina Neumann-Schaal an der DSMZ. Für BioRegioN ist Lena Oesterlin-Meret genannt.
