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FDA lässt erste Gentherapie für Kinder mit Sanfilippo-Syndrom Typ A zu

Die US-Zulassungsbehörde FDA hat mit Fayuvi die erste krankheitsmodifizierende Behandlung für eine seltene, fortschreitende neurodegenerative Erkrankung genehmigt. Die Mukopolysaccharidose Typ IIIA (MPS IIIA) führt bei betroffenen Kindern zu schweren Schädigungen des Gehirns und des Nervensystems, wodurch kognitive und sprachliche Fähigkeiten im Krankheitsverlauf systematisch verloren gehen. Bis zum 17. September 2026 war die medizinische Versorgung rein auf das Symptommanagement beschränkt. Das neue Präparat des Herstellers Ultragenyx Pharmaceutical, Inc. setzt direkt an der genetischen Ursache an.

Einmalige Infusion repariert fehlerhaften Enzymhaushalt

Bei dem Wirkstoff (Rebisufligene etisparvovec-hopf) handelt es sich um eine einmalig verabreichte, intravenöse Gentherapie. Als Transportvehikel dient ein modifiziertes, nicht-infektiöses adeno-assoziiertes Virus vom Serotyp 9 (AAV9), welches eine intakte Kopie des funktionellen SGSH-Gens direkt in die Zellen des Patienten einschleust.

Dieser biologische Transfer ermöglicht es dem Körper, das lebenswichtige Enzym Sulfamidase selbstständig zu produzieren. Der pathologische und gewebeschädigende Abbaufehler von Heparansulfat in den Lysosomen des Gehirns und des restlichen Körpers wird dadurch korrigiert. Laut dem Direktor des Centers for Biologics Evaluation and Research, Karim Mikhail, stellt die Zulassung einen lang ersehnten Durchbruch dar, um die bisher unaufhaltsame Entwicklungsregression der Kinder abzumildern.

Nachweisbarer Erhalt der kognitiven Fähigkeiten

Die klinische Wirksamkeit wurde in einer multizentrischen, einarmigen Open-Label-Studie an Kindern im Alter zwischen zwei und fünf Jahren untersucht. Im Vergleich zu einer unbehandelten historischen Kontrollkohorte konnten die mit der Gentherapie behandelten Patienten ihre kognitiven Funktionen stabilisieren oder sogar verbessern. Dies stellt eine signifikante medizinische Abweichung vom natürlichen Krankheitsverlauf dar, der in diesem kritischen Entwicklungsfenster üblicherweise durch einen irreversiblen Abbau geprägt ist.

Klinisch traten als häufigste Nebenwirkungen ein Anstieg der Leberenzyme (AST), Übelkeit, Erbrechen, Fieber, verminderter Appetit sowie ein Rückgang der weißen Blutkörperchen und Blutplättchen auf. Die Sicherheitswarnungen umfassen das Risiko einer thrombotischen Mikroangiopathie (TMA). Zudem besteht, wie bei allen AAV-basierten Therapien, das theoretische langfristige Risiko, dass sich das inserted Erbgut in das Genom integriert und Tumoren auslösen kann.

Das Medikament wird ausschließlich in spezialisierten medizinischen Zentren verabreicht. Zum Management von Infusionsreaktionen beginnt eine begleitende Kortikosteroid-Therapie einen Tag vor der Infusion und wird für mindestens acht Wochen fortgesetzt. Das Verfahren wurde zuvor als Breakthrough Therapy eingestuft und im beschleunigten Verfahren geprüft.

Die Details der behördlichen Entscheidung wurden offiziell über das Bulletin der FDA bekannt gegeben (https://content.govdelivery.com/accounts/USFDA/bulletins/42b4481); eine wissenschaftliche Zeitschriften-DOI existiert für diese administrative Zulassungsmitteilung nicht.

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The Editors in Chief of labnews.ai are Marita Vollborn and Vlad Georgescu. They are bestselling authors, science writers and science journalists since 1994.More details about their writing on X-Press Journalistenbüro (https://xpress-journalisten.com).More Info on Wikipedia:About Marita: https://de.wikipedia.org/wiki/Marita_Vollborn About Vlad: https://de.wikipedia.org/wiki/Vlad_Georgescu
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