INDIANAPOLIS/CAMBRIDGE, 31. August (LabNews Media LLC) – Eli Lilly kauft das Biotechunternehmen Merida Biosciences. Der Vertrag sieht bis zu 2,875 Milliarden Dollar in bar vor, einschließlich einer Vorauszahlung und erfolgsabhängiger Meilensteine. Der Abschluss soll im vierten Quartal 2026 erfolgen und steht unter den üblichen Bedingungen, darunter behördliche Freigaben.
Merida entwickelt Biologika, die krankheitsauslösende Autoantikörper gezielt abbauen sollen, statt das Immunsystem breit zu dämpfen. Führendes Programm ist MER511 in Phase 1 gegen Morbus Basedow und endokrine Orbitopathie. Beide Erkrankungen werden von schilddrüsenstimulierenden Immunglobulinen angetrieben. In den USA leben den Angaben zufolge etwa drei Millionen Menschen mit Basedow; 25 bis 40 Prozent entwickeln eine Orbitopathie mit Schmerzen, Entstellung und in schweren Fällen Sehverlust. Zugelassene Mittel greifen die Autoantikörper nicht direkt an.
Im präklinischen Stadium folgt MER769 gegen Nahrungsmittelallergie, Asthma, chronische spontane Urtikaria und weitere IgE-getriebene Krankheiten. Frühere Programme zielen auf Nierenerkrankungen wie die membranöse Nephropathie. Phase-1-Daten sollen auf mögliche Vorteile bei Wirksamkeit und Sicherheit hindeuten; eine Zulassung ist das nicht. Ob die Plattform über die Schilddrüse hinaus trägt, bleibt unbewiesen. Die Transaktion wird nach dem Closing nach US-GAAP verbucht.
