„Blaue Hand“ schützt vor Arzneimittelrisiken: Behördliches Schulungsmaterial stärkt Patientensicherheit
Die Contergan-Katastrophe, die in den 1950er- und 1960er-Jahren schwere Fehlbildungen bei Neugeborenen verursachte, prägt bis heute die Arzneimittelsicherheit. Um Risiken zu minimieren, setzt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) auf behördlich beauflagtes Schulungsmaterial, erkennbar am Logo der „Blauen Hand“. Anlässlich des Tags der Patientensicherheit am 17. September weist das BfArM auf die Bedeutung dieses Instruments hin, das Ärzte, Apotheker und Patienten über spezifische Risiken und korrekte Anwendungen informiert. Schulungsmaterial wird angeordnet, wenn besondere Risiken oder spezifische Anwendungshinweise bestehen, die über die üblichen Fachinformationen oder Beipackzettel hinausgehen. Pharmazeutische Unternehmen müssen dieses Material erstellen, das vom BfArM geprüft und genehmigt wird. Derzeit gibt es Schulungsmaterial für über 200 Wirkstoffe. Ärzte und Apotheker erhalten Informationen zu Verordnung, Dosierung oder Verabreichung, während Patienten über Nebenwirkungen, korrekte Anwendung oder Kontraindikationen aufgeklärt werden. Das Material ergänzt Fachinformationen und in manchen Fällen „Rote-Hand-Briefe“, die auf Arzneimittelrisiken…
