Medikamente verbessern Überlebenschancen nach erstem Herzinfarkt auch bei über 90-Jährigen
Forscher haben herausgefunden, dass die Verschreibung einer leitliniengerechten medizinischen Behandlung (GDMT) – unabhängig von der Anzahl der Medikamente – die Überlebensraten bei Patienten ab 90 Jahren nach ihrem ersten Herzinfarkt verbessern kann. Der größte Nutzen wurde bei Patienten beobachtet, die alle vier empfohlenen Therapien für die Zeit nach einem akuten Myokardinfarkt (AMI) erhalten haben. Dazu gehören Betablocker, Thrombozytenaggregationshemmer, Lipidsenker und Hemmer des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems. Die Ergebnisse des im Canadian Journal of Cardiology (Elsevier-Verlag) erschienenen Artikels können als Orientierung für zukünftige klinische Ansätze zur Behandlung des ersten AMI bei Neunzig- und Hundertjährigen dienen. Die Lebenserwartung ist im Laufe der Zeit stetig gestiegen. Im Jahr 2021 gab es mehr als 861.000 Kanadier im Alter von 85 Jahren und älter, eine Altersgruppe, die in den Industrieländern weltweit rapide wächst. Da das Alter ein unabhängiger Risikofaktor für die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist, besteht ein wachsender Bedarf an Leitlinien für die…



