Washington (Labnews Media LLC) – Das Weiße Haus hat China systematische, industriell organisierte Diebstahlskampagnen gegen US-KI-Technologie vorgeworfen. Wie die „Financial Times“ berichtet, nutzen vor allem chinesische Akteure Zehntausende von Proxy-Accounts und sogenannte Jailbreaking-Methoden, um proprietäre Informationen aus amerikanischen KI-Modellen zu extrahieren. Die gestohlenen Daten dienen der „Distillation“ – dem Training kostengünstiger kleinerer Modelle anhand der Ausgaben großer US-Systeme.
Ein Memo des Direktors des White House Office of Science and Technology Policy, Michael Kratsios, warnt vor diesen gezielten Angriffen. Die US-Regierung will die Erkenntnisse mit amerikanischen KI-Unternehmen teilen und prüft weitere Maßnahmen, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Der Vorwurf kommt unmittelbar vor dem geplanten Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping im nächsten Monat. Die chinesische Botschaft in Washington wies die Anschuldigungen als unbegründet zurück und erklärte, Peking lege großen Wert auf den Schutz geistigen Eigentums.
Der Fall verschärft die bestehenden Spannungen im Technologie-Wettbewerb zwischen den USA und China, darunter auch die Diskussion um Exportgenehmigungen für leistungsstarke KI-Chips des Herstellers Nvidia.
