Deutschland: Schmerzmediziner als Mangelware
Im Rahmen des Deutschen Schmerz- und Palliativtags appellierten die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) und Gesundheitspolitiker an die ärztliche Selbstverwaltung, Maßnahmen zur Sicherung der schmerzmedizinischen Versorgung in Deutschland zu ergreifen. Eine rechtssichere Bedarfsplanung durch die Einführung des Facharztes für Schmerzmedizin, die Förderung des schmerzmedizinischen Nachwuchses und die Abschaffung von Fehlanreizen zugunsten operativer Eingriffe sind dabei von entscheidender Bedeutung. In Deutschland gibt es etwa 4 Millionen Menschen mit schweren chronischen Schmerzen, jedoch nur etwa 1.200 ambulant tätige Schmerzmediziner. Diese unzureichende Versorgungssituation wird sich in Zukunft weiter verschärfen. Einerseits wird aufgrund der anstehenden Krankenhausreform mit einem Rückgang der stationären schmerzmedizinischen Angebote gerechnet. Andererseits werden in den kommenden Jahren etwa 50 Prozent der Ärztinnen und Ärzte im Rentenalter sein. Gleichzeitig nimmt die Anzahl von Menschen mit chronischen Schmerzen, unter anderem aufgrund der demographischen Entwicklung, weiter zu. DGS und Gesundheitspolitik: Diskussion zur schmerzmedizinischen…

