Washington – Das US-Justizministerium (DOJ) hat am Freitag weitere Akten im Fall Jeffrey Epstein freigegeben. Nach Berichten mehrerer Medien enthalten die Dokumente mindestens einige Dutzend ungeschwärzter Nacktfotos sowie die Namen von mindestens 43 Opfern.
Die Veröffentlichung erfolgte mehr als einen Monat nach Ablauf der Frist, die der Epstein Files Transparency Act für den 19. Dezember 2025 vorgesehen hatte. Das New York Times berichtete, es habe „fast 40 ungeschwärzte Bilder“ gefunden, die offenbar aus einer privaten Fotosammlung stammen. Die Aufnahmen zeigen nackte Körper und Gesichter der abgebildeten Personen. Einige Fotos seien auf Epsteins Privatinsel entstanden, andere in Schlafzimmern oder privaten Räumen. Die Bilder zeigen mindestens sieben verschiedene Personen. Ob es sich bei den Abgebildeten um Minderjährige handelt, blieb zunächst unklar.
Die Veröffentlichung der Akten erfolgte ohne vollständige Schwärzung der Nacktfotos und der Namen von Opfern. Kritiker werfen dem DOJ vor, die gesetzlich vorgesehene Frist nicht eingehalten und den Opferschutz vernachlässigt zu haben. Die Dokumente sind Teil der laufenden Bemühungen um mehr Transparenz im Epstein-Komplex.
