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Charité-Hack: strukturelle Parallelen zum Binance-Fall

Die Berliner Charité ist Opfer eines Cyberangriffs auf ihren Webserver geworden. Nach Angaben der Klinik wurden personenbezogene Kontaktdaten von Mitarbeitenden, Studierenden und externen Kontaktpersonen abgegriffen. Die Krankenversorgung war zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt. Der Vorfall steht nach Darstellung der Charité nicht im Zusammenhang mit einer PHP-Sicherheitslücke, die bereits in der Vorwoche zu einer vorsorglichen Offline-Nahme der Website geführt hatte . Technische Analyse: Webserver als Angriffsfläche Der Angriff zielte auf den Webserver der Charité, auf dem auch die Hauptwebsite gehostet wird . Nach Angaben eines Sprechers wurde der Zugangsweg „zügig identifiziert und geschlossen“ . Die Charité analysierte die Ursache und verstärkte die Schutzmaßnahmen weiterer IT-Systeme . Bei den erbeuteten Daten handelt es sich um personenbezogene Kontaktdaten von Mitarbeitenden und Studierenden sowie von externen Personen, die das Webkontaktformular der Charité genutzt hatten – etwa zur Terminvereinbarung . Sensible Gesundheitsdaten seien „ausdrücklich nicht betroffen“,… 

Binance-Hack 2026: Warum Kryptobörsen angreifbar bleiben

Der Angriff auf Binance im Oktober 2026 markiert mit geschätzten 6,3 Milliarden US-Dollar Schaden den bislang größten Diebstahl in der Geschichte der Kryptowährungen. Die technische Analyse zeigt: Nicht ein gestohlener privater Schlüssel war der Einstiegspunkt, sondern die Kompromittierung eines DevOps-Laptops und die missbräuchliche Nutzung der neuen Ethereum-Signaturdelegation EIP-7702. Der Fall illustriert ein strukturelles Dilemma: Je größer und liquider eine Börse, desto attraktiver und komplexer wird ihre Angriffsfläche – und desto schwieriger ist die vollständige Absicherung der Signaturkette. Der Angriffsvektor: Vom Laptop zur Hot-Wallet Nach bisherigem Kenntnisstand kompromittierten die Angreifer den Laptop eines Binance-DevOps-Ingenieurs. Dieser Zugang ermöglichte es ihnen, in einen Service-Container einzudringen und unbefugte Auszahlungstransaktionen zu initiieren . Entscheidend dabei: Binance betont, dass keine Hinweise auf einen Leak privater Schlüssel vorliegen . Die Sicherheitsfirma Blockaid bestätigt diese Einschätzung und spricht von einer Kompromittierung der „Signatur-Infrastruktur“ – die Angreifer erlangten nicht… 

LBEG-Sprecher: Verlust einer Gipslagerstätte nicht gleichwertig kompensierbar

Der bis 2090 genehmigte Gipsabbau im Südharz zerstört nach Einschätzung von Kritikern einen Biodiversitäts-Hotspot und die weltweit einmalige Gipskarstlandschaft in Niedersachsen unwiederbringlich. Im Interview mit dem Portal pugnalom.io sagte LBEG-Sprecher Eike Bruns, dass der Verlust einer Gipslagerstätte nicht gleichwertig kompensiert werden könne, „versteht sich von selbst“. Soweit die Lagerstätte jedoch nicht gesetzlich geschützt sei, sei ihr Abbau nicht kompensationspflichtig; durch den Abbau werde die Rohstofffunktion des Bodens sinnvoll genutzt. Kompensationspflichtig seien die mit einem Abbau verbundenen Eingriffe in Naturhaushalt und Landschaftsbild. Auf die Frage, wie ein über Jahrmillionen gewachsenes, dreidimensionales Gipskarstsystem mit unterirdischen Höhlen, Dolinen und Bachschwinden durch oberflächliche Pflegemaßnahmen oder künstliche Ersatzhabitate adäquat kompensiert werden könne, verwies Bruns zunächst darauf, dass das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) im Bereich Ührde und Förste keinen Gipsabbau genehmigt habe. Im Bereich Osterode sei das LBEG für ein Unternehmen zuständig, alle… 

Neurocrine startet Lernangebote zu klassischer kongenitaler Nebennierenhyperplasie

Das Biopharmaunternehmen Neurocrine Biosciences hat zwei interaktive Lernangebote für medizinisches Fachpersonal zur klassischen kongenitalen Nebennierenhyperplasie (CAH) gestartet. Wie das Unternehmen mitteilte, richtet sich bootCAHmp als selbstgesteuerter, interaktiver Online-Kurs an Behandelnde, die ihr klinisches Grundwissen zur Erkrankung vertiefen wollen. DiscoverCAH bietet virtuelle Patientenfälle, in denen Behandelnde ihr Wissen in realistischen klinischen Entscheidungssituationen anwenden können. Die klassische CAH ist eine seltene genetische Erkrankung, die meist durch einen 21-Hydroxylase-Mangel verursacht wird, eine lebenslange Glukokortikoid-Ersatztherapie erfordert und langfristige Herausforderungen in Behandlung und Management mit sich bringt. Viele Kliniker hätten nur begrenzten Kontakt zu CAH-Patienten; Lernangebote, die Grundlagenwissen mit klinischer Anwendung verbinden, könnten helfen, das Wissen zum Patientenmanagement zu stärken. „Ob sie regelmäßig oder nur gelegentlich Patienten mit kongenitaler Nebennierenhyperplasie behandeln – diese Lernangebote sollen Klinikern helfen, die Herausforderungen dieser lebenslangen Erkrankung zu erkennen, zu managen und zu navigieren“, sagte Eiry W. Roberts, Chief Medical… 

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Krankenkassen: Milliarden im Blindflug

Es ist eine Zahl, die sich in den Ohren der Beitragszahler festsetzt wie ein falscher Ton: rund 1,1 Milliarden Euro. So viel Nominalwert steckt in Geldanlagen, die zwölf bundesunmittelbare Krankenkassen und eine Pflegekasse getätigt haben – und die inzwischen leistungsgestört sind. Rund 400 Millionen Euro wurden bereits wertberichtigt, mehr als 700 Millionen Euro Restbuchwert stehen noch in den Büchern. Ein endgültiger Gesamtverlust, heißt es aus der Bundesregierung, lasse sich gegenwärtig nicht beziffern. Das ist die bürokratische Umschreibung für: Niemand weiß, wie tief das Loch wirklich ist. Man muss sich das vorstellen. Da investieren Sozialversicherungsträger, also Körperschaften des öffentlichen Rechts, die das Geld ihrer Versicherten verwalten, in Inhaberschuldverschreibungen eines Immobilienfonds und in immobilienbesicherte Schuldscheindarlehen. Nicht irgendwann in grauer Vorzeit, sondern zwischen 2018 und 2023. In einer Phase, in der die Zinswende bereits am Horizont stand, in der der Immobilienmarkt zu kippen… 

Alzheimer Symbolbild Foto von Danie Franco auf Unsplash

Neue Daten zu Lecanemab auf Alzheimer-Konferenz CTAD angekündigt

Der schwedische Pharmakonzern BioArctic und sein Partner Eisai stellen auf der Konferenz Clinical Trials on Alzheimer’s Disease (CTAD) vom 16. bis 19. November in Boston neue klinische Daten und Real-World-Evidenz zu Lecanemab (Leqembi) vor. Wie BioArctic mitteilte, umfassen die Präsentationen Fünfjahresdaten der Clarity-AD-Studie sowie Ergebnisse der Real-World-Studie LEADER aus verschiedenen klinischen Umgebungen in den USA. Zudem will BioArctic ein Poster zum Bindungsprofil von Lecanemab zeigen. Die neuen LEADER-Analysen untersuchen den Einsatz von Lecanemab bei früher Alzheimer-Erkrankung drei Jahre nach der FDA-Zulassung. LEADER ist eine retrospektive, multizentrische Studie auf Basis klinischer Real-World-Daten aus verschiedenen Behandlungszentren in den USA. Eine hervorgehobene mündliche Präsentation berichtet über Ergebnisse aus fünf Jahren Lecanemab-Behandlung in der Clarity-AD-Studie einschließlich Kern- und Langzeitverlängerungsphase – nach Angaben von BioArctic einer der längsten Nachbeobachtungsdatensätze für eine zugelassene Anti-Amyloid-Therapie bei Alzheimer. Weitere mündliche Präsentationen befassen sich mit der Real-World-Sicherheit von Lecanemab… 

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Steigende Zinsen werden für Kliniken und Pflegeheime zum stillen Kostentreiber

Die Gesundheitsbranche kämpft mit explodierenden Personal- und Sachkosten. Ein Faktor gerät dabei oft aus dem Blick: die Finanzierungskosten. Hohe Zinsen treffen eine Branche, die ohnehin nicht kapitaldienstfähig ist – und die ihre Preise nicht frei setzen kann. Von LabNews.ai Die wirtschaftliche Lage der deutschen Krankenhäuser ist alarmierend. Im zweiten Quartal 2026 beurteilten nur 14 Prozent der Kliniken ihre wirtschaftliche Situation als gut, 58 Prozent als unbefriedigend. Der Geschäftsklima-Index der Branche lag bei minus 51 – ein Wert, der nach Einschätzung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) noch deutlich unter den düsteren Aussichten des Einzelhandels liegt . DKG-Vorstandsvorsitzender Gerald Gaß sprach von einer Lage, die „nicht nur schlecht, sondern dramatisch“ sei . In dieser Situation wirkt ein Faktor, der in der öffentlichen Debatte selten prominent auftaucht: die Zinsentwicklung. Die Europäische Zentralbank hat den Einlagensatz im ersten Halbjahr 2026 auf 2,25 Prozent angehoben, weitere… 

Künstlerin Marita Vollborn Bronzeskulptur ARES Chianciano Biennale 2026 Toskana Italien Credits Marita Vollborn

ARES: Die Nacktheit des Kriegsgottes

Man stelle sich eine kleine Bronze vor, keine dreißig Zentimeter hoch, die in einer Vitrine des Chianciano Art Museum steht. Sie heißt ARES, nach dem griechischen Kriegsgott, und sie ist keine heroische Gestalt. Marita Vollborn hat sie 2015 geformt, als die Welt noch andere Sorgen zu haben schien, und doch wirkt sie heute, als wäre sie gestern entstanden. Die Figur ist roh, ungezügelt, ohne Gnade – eine komprimierte Energie, die das klassische Material gegen den Strich bürstet. Was einst Herrscher und Sieger verherrlichte, wird hier zum Denkmal einer moralischen Bankrott­erklärung: dem unermüdlichen Zusammenspiel von Militarismus, Gewalt und Profit . Das Politische an dieser Skulptur ist nicht ihre Botschaft, sondern ihre Weigerung. Vollborn, 1965 in Erfurt geboren, in der DDR aufgewachsen, hat aus ihrer Biografie eine Haltung gemacht, die sich nicht verbiegen lässt. Sie hat die Skulptur dem Museum in der… 

Italienisches Kulturinstitut zeigt US-Premiere von „La salita“

Das Italienische Kulturinstitut in New York zeigt am Montag, 2. November, um 18 Uhr die US-Premiere des Films „La salita“ von Massimiliano Gallo mit Alfredo Francesco Cossu. Der Abend verbindet Film und Gespräch: Nach der Vorführung in italienischer Sprache mit englischen Untertiteln diskutieren der Schauspieler Cossu und Produzent Rino Pinto mit dem Publikum. Der Film erzählt von Hoffnung, Widerstandskraft und der verändernden Kraft des Theaters. Neapel 1983: Als seismische Aktivität die Schließung des Frauengefängnisses in Pozzuoli erzwingt, werden einige Insassinnen vorübergehend in das Jugendgefängnis Nisida verlegt, das bis dahin nur Jungen beherbergt hatte. In diesem außergewöhnlichen Umfeld kreuzen sich die Wege zweier junger Insassinnen, die das Theater für sich entdecken. Ihre Geschichte entfaltet sich parallel zu den Bemühungen des legendären Dramatikers Eduardo De Filippo, dessen Engagement für inhaftierte Jugendliche die Aussicht auf Kreativität und Wandel innerhalb der Gefängnismauern bringt. Inspiriert… 

EbM-Netzwerk bekräftigt Kritik an Ende der Förderung für Cochrane Deutschland

Das Netzwerk Evidenzbasierte Medizin (EbM-Netzwerk) hat seine Kritik an der geplanten Beendigung der Bundesförderung für die Cochrane Deutschland Stiftung bekräftigt. Auf Anregung der Redaktion des „KVH-Journals“ greift das Netzwerk das Thema in seiner aktuellen EbM-Kolumne auf. Das Bundesministerium für Gesundheit will die Förderung der Stiftung zum Ende des Jahres 2027 einstellen. Unter dem Titel „Ein falsches Signal in Zeiten von Fake News und Wissenschaftsskepsis“ erläutert die Kolumne nach Angaben des Netzwerks, welche Bedeutung die Arbeit der Stiftung für die evidenzbasierte Gesundheitsversorgung in Deutschland hat. Gerade angesichts der Verbreitung von Desinformation und zunehmender Wissenschaftsskepsis halte das EbM-Netzwerk die Arbeit der Cochrane Deutschland Stiftung für unverzichtbar. Mit dem Wegfall der Bundesförderung drohe eine wichtige Struktur für die Vermittlung und Verbreitung evidenzbasierten Wissens geschwächt zu werden. Das EbM-Netzwerk hatte die Entscheidung bereits Ende September in einer eigenen Stellungnahme kritisiert. Anfang Oktober folgte die…