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Evidenzbasiert: Zusammenhang zwischen mRNA-Impfungen und Multipler Sklerose

Zusammenfassung Dieser Bericht untersucht den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zum Zusammenhang zwischen mRNA-basierten COVID-19-Impfungen und der Multiplen Sklerose (MS). Die Analyse basiert auf systematischen Übersichtsarbeiten, Fallserien und Kohortenstudien. Die vorliegenden Daten deuten auf eine seltene zeitliche Assoziation zwischen der Impfung und dem Neuauftreten oder der Exazerbation von MS-Symptomen hin. Retrospektive Studien ermittelten ein relatives Risiko von 1,35 im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung, wobei die Inzidenz mit etwa 15 bis 18 Fällen pro 100.000 Geimpften gering bleibt. mRNA-Impfstoffe wurden im Vergleich zu viralen Vektor-Impfstoffen häufiger mit MS-Neudiagnosen (87 %) und Schüben (56 %) in Verbindung gebracht, zeigten jedoch einen früheren Symptombeginn und oft einen milderen Verlauf. Bei Patienten mit bestehender MS gilt die Impfung – auch unter immunmodulierender Therapie (DMT) – als sicher und wirksam. Post-vakzinale Schübe lassen sich in der Regel erfolgreich mit Standardtherapien behandeln, und die Mehrheit der Patienten kehrt zu… 

Kion (cloudtamer) schließt Migration zu Okta ab – AD-Zugang wird entfernt

Die Plattform Kion (cloudtamer) beendet die zweite und letzte Phase ihrer Identity-Management-Migration. Nachdem Okta am 9. März 2026 als primäres Login-Verfahren eingeführt wurde, wird nun die veraltete Active-Directory-Konfiguration (AD) vollständig entfernt. Ab dem Abschluss der Migration steht eine neue, separate AD-Konfiguration nur noch für eine begrenzte Anzahl bestehender Service-Accounts zur Verfügung. Diese ist nicht für reguläre Nutzer oder Teams nutzbar. Teams, die derzeit AD-Service-Accounts für den Zugriff auf Kion nutzen, werden gebeten, sich über den Slack-Kanal #kion-cloudtamer-support zu melden, um die weitere Nutzung abzuklären. Wichtige Frist für NutzerAlle Nutzer und Teams, die noch nicht auf kion-cli umgestiegen sind, müssen dies bis spätestens Samstag, 1. August 2026 tun. Andernfalls droht ein Zugriffsverlust. Auswirkungen nach Abschluss der Migration Die Umstellung soll die Sicherheit und Modernisierung der Authentifizierung bei Kion (cloudtamer) vorantreiben. Nutzer werden dringend gebeten, den Umstieg rechtzeitig vorzunehmen, um Unterbrechungen zu… 

FDA warnt vor Engpass bei Brustbiopsie-Nadeln

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat Gesundheitsdienstleister vor anhaltenden Lieferengpässen bei stereotaktischen Brustbiopsie-Nadeln gewarnt. Der Mangel soll voraussichtlich bis Ende des ersten Quartals 2027 andauern. Ursache sind Lieferprobleme bei Herstellern sowie ein Rückruf der Firma Hologic. Betroffen ist unter anderem das Einweg-9-Gauge-Nadelset des Brevera Breast Biopsy Systems. Bei dessen Verwendung besteht das Risiko, dass Metall- und Plastikpartikel freigesetzt werden, was zu Fremdkörperreaktionen, Blutungen oder Infektionen führen kann. Die FDA hat stereotaktische Brustbiopsie-Nadeln (Produktcode KNW) auf die offizielle Liste der Medizinprodukte mit Lieferengpässen aufgenommen. Die Behörde arbeitet mit Herstellern und Kliniken zusammen, um die Auswirkungen auf die Patientenversorgung so gering wie möglich zu halten. Gesundheitsdienstleister werden aufgefordert, Vorräte zu schonen, alternative Nadeltypen und -größen zu nutzen und die Lagerbestände zentral zu koordinieren. Patientinnen sollten transparent über mögliche Verzögerungen informiert und gegebenenfalls an andere Einrichtungen mit verfügbaren Nadeln verwiesen werden. Die FDA bittet Kliniken… 

Zoster-Impfung mit niedrigerem Demenzrisiko bei älteren Pflegeheimbewohnern assoziiert

Die rekombinante Gürtelrose-Impfung (RZV, Shingrix) ist bei älteren Menschen nach einem Aufenthalt in einer Pflegeeinrichtung mit einem deutlich geringeren Demenzrisiko verbunden. Das zeigt eine US-Studie mit Target-Trial-Emulation. Die Analyse umfasste rund 510.000 ältere Bewohner von Skilled-Nursing-Facilities. Wer innerhalb von zwölf Monaten nach der Aufnahme mindestens eine Dosis der Impfung erhielt, hatte ein um 24 Prozent niedrigeres relatives Demenzrisiko (Risikoverhältnis 0,76; 95%-Konfidenzintervall 0,69–0,84) im Vergleich zu Ungeimpften. Über vier Jahre betrug das kumulative Demenzrisiko bei Geimpften etwa 18,8 Prozent, bei Ungeimpften 24,6 Prozent – ein absoluter Unterschied von rund 5,8 Prozentpunkten. Die Assoziation war bei Frauen und bei Personen ohne vorherige Lebendimpfung besonders ausgeprägt. Auch die Sterblichkeit war in der geimpften Gruppe niedriger. Die Studie von Kaleen Hayes und Kollegen der Brown University wurde am 16. Juni 2026 im Fachjournal Annals of Internal Medicine veröffentlicht. Sie nutzte Daten von Medicare-Begünstigten und… 

Neue Schwachstelle bei Bauchspeicheldrüsenkrebs entdeckt

Forscher der Universität zu Köln haben eine bislang unbekannte Achillesferse bei den meisten Formen von Bauchspeicheldrüsenkrebs identifiziert. KRAS-mutierte Tumorzellen sind demnach anfällig für eine bestimmte Form des programmierten Zelltods (Nekroptose), wenn ihre Abwehr durch das Protein Caspase-8 ausgeschaltet wird. Bauchspeicheldrüsenkrebs gehört zu den aggressivsten Krebserkrankungen und spricht nur begrenzt auf bestehende Therapien an. Rund 90 Prozent der Tumoren tragen Mutationen im KRAS-Gen, die das Krebswachstum antreiben. Das Team um Professorin Dr. Silvia von Karstedt vom Center for Molecular Medicine Cologne (CMMC) hat nun gezeigt, dass diese Mutationen die Krebszellen durch eine ständige Aktivierung von Signalen des angeborenen Immunsystems (Typ-I-Interferon-Signalweg) für Nekroptose vorbereiten. Um zu überleben, sind die Zellen jedoch stark auf Caspase-8 angewiesen, das diese Form des Zelltods normalerweise verhindert. „KRAS-mutierte Tumoren haben eine bisher unbekannte Achillesferse“, sagte von Karstedt. „Indem wir die Abwehrmechanismen der Tumorzellen ausschalten, können wir diese… 

Neue Methode ermöglicht präzise Sequenzierung kurzer Peptide

Forscher der Kyushu-Universität haben eine neue Methode entwickelt, mit der sich kurze Peptide deutlich genauer sequenzieren lassen. Das Verfahren erleichtert die Analyse unbekannter Peptidsequenzen in Lebensmitteln und biologischen Proben. Peptide sind kurze Ketten aus Aminosäuren, die in Nahrung und im Körper zahlreiche biologische Prozesse steuern. Ihre Sequenzierung galt bisher als schwierig, weil herkömmliche Verfahren oft auf bestehenden Datenbanken angewiesen sind und bei kurzen Molekülen unzuverlässig arbeiten. Wie das Team um Associate Professor Mitsuru Tanaka in der Fachzeitschrift Analytical Chemistry (Erscheinung 15. Juni 2026) berichtet, setzt die neue Technik auf eine chemische Markierung am N-Terminus der Peptide mit dem Cumarin-Derivat Me-Cou (N-Succinimidyl-7-methoxycoumarin-3-carboxylat). Diese Markierung führt bei der massenspektrometrischen Analyse zu einer schrittweisen, gut lesbaren Fragmentierung, die eine de-novo-Sequenzierung direkt aus den Rohdaten ermöglicht. In Tests mit 132 Standardpeptiden identifizierte die Methode alle Sequenzen fehlerfrei. Herkömmliche Ansätze hatten dagegen nur 42 von… 

KI-Modelle erreichen menschliches Niveau bei klinischer Entscheidungsfindung

Große Sprachmodelle (LLMs) können in bestimmten Bereichen der klinischen Entscheidungsfindung bereits mit erfahrenen Ärzten mithalten oder diese sogar übertreffen. Das zeigt eine aktuelle Studie, über die die JMIR Publications in ihrem News and Perspectives-Bereich berichtet. Die Untersuchung verglich die diagnostische Leistung des OpenAI-Modells o1 mit der von Ärzten in drei Phasen der Patientenversorgung: bei der Ersteinschätzung in der Notaufnahme, beim ersten Arztkontakt und nach der Aufnahme. Besonders groß war der Leistungsvorsprung der KI bei der initialen Triage, wenn nur wenige Informationen vorlagen. Adam Rodman, einer der beteiligten Forscher, betonte jedoch, dass die Ergebnisse die diagnostische Leistungsfähigkeit der Modelle bestätigen, diese aber noch nicht für den eigenständigen Einsatz geeignet seien. Sprachmodelle seien zwar gut darin, textbasierte Informationen zu verarbeiten, könnten aber nicht die nicht-textuellen Informationen ersetzen, die Ärzte während der körperlichen Untersuchung oder durch nonverbale Signale gewinnen. Die Autoren sehen daher… 

Einsamkeit treibt kognitive Beeinträchtigungen voran und kann die Lebensdauer verkürzen

Eine aktuelle Studie deutet darauf hin, dass Einsamkeit bei älteren Menschen kognitive Fähigkeiten beeinträchtigt und mit einem höheren Sterberisiko verbunden ist. Die Forschung unterstreicht die Bedeutung sozialer Kontakte für die geistige Gesundheit im Alter. Wissenschaftler analysierten Daten von mehreren tausend älteren Erwachsenen über mehrere Jahre hinweg. Die Ergebnisse zeigen, dass Menschen, die sich häufig einsam fühlen, stärker unter Gedächtnisproblemen und Konzentrationsschwierigkeiten leiden. Gleichzeitig war Einsamkeit mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für einen vorzeitigen Tod assoziiert. Die Forscher betonen, dass Einsamkeit nicht nur ein subjektives Gefühl ist, sondern konkrete biologische und psychologische Auswirkungen hat. Sie kann Entzündungsprozesse im Körper fördern und die Widerstandsfähigkeit des Gehirns verringern. Besonders betroffen sind Bereiche, die für Gedächtnis und Aufmerksamkeit zuständig sind. Die Studie fügt sich in eine wachsende Zahl von Untersuchungen ein, die Einsamkeit als eigenständigen Risikofaktor für Demenz und andere altersbedingte Erkrankungen identifizieren. Die Autoren… 

Amerikaner fordern strenge Regulierung von Künstlicher Intelligenz

Die Mehrheit der Amerikaner spricht sich für eine strengere Regulierung von Künstlicher Intelligenz aus. Das zeigt eine Umfrage der Johns Hopkins University unter mehr als 2.000 Erwachsenen. Drei Viertel der Befragten wollen darüber informiert werden, wenn sie mit einer KI interagieren. Ebenso groß ist der Anteil derjenigen, die ein Verbot fordern, dass KI-Systeme Gesichter oder Stimmen von Menschen ohne deren Zustimmung nutzen. Mehr als 70 Prozent wünschen sich zudem das Recht, in medizinischen, rechtlichen, schulischen und behördlichen Angelegenheiten mit einem Menschen statt mit einer KI zu sprechen. Die Unterstützung für diese Maßnahmen ist über alle Altersgruppen, Bildungsniveaus und politischen Lager hinweg hoch. Auch Menschen, die KI regelmäßig nutzen oder grundsätzlich positiv gegenüber der Technologie eingestellt sind, befürworten eine stärkere Regulierung. Das Vertrauen in KI ist in sensiblen Bereichen gering. Nur etwa jeder Dritte vertraut KI-Systemen bei medizinischen Ratschlägen, beim Unterrichten… 

Blutwerte sagen Lebenserwartung voraus

Die biologische Alterung einzelner Organe und Zelltypen lässt sich aus dem Blut messen und sagt das Risiko für bestimmte Erkrankungen sowie die Lebenserwartung voraus. Das zeigt eine Studie von Forschern der Stanford Medicine. Das Team um Professor Tony Wyss-Coray analysierte Blutproben von knapp 45.000 Teilnehmern der britischen UK Biobank. Mithilfe von fast 3.000 Proteinen bestimmten die Wissenschaftler das biologische Alter von elf Organsystemen, darunter Gehirn, Herz, Lunge, Leber, Nieren und Immunsystem. Etwa ein Drittel der untersuchten Personen wies mindestens ein Organ auf, dessen biologisches Alter um mehr als 1,5 Standardabweichungen vom kalendarischen Alter abwich. Ein besonders stark gealtertes Gehirn war mit einem mehr als doppelt so hohen Sterberisiko verbunden. Gleichzeitig war das Risiko für eine Alzheimer-Erkrankung mehr als dreifach erhöht. Umgekehrt senkte ein biologisch junges Gehirn das Sterberisiko um etwa 40 Prozent. Die Forscher fanden ähnliche Zusammenhänge für andere Organe:…