Prädiktive Biomarker für Immuntherapie bei Nasopharynxkarzinom
Die Integration von PD-1-Inhibitoren in Chemotherapie und Strahlentherapie hat die Behandlung des Nasopharynxkarzinoms revolutioniert, doch nur eine Minderheit der Patienten profitiert langfristig. Ein neuer Übersichtsartikel identifiziert vielversprechende prädiktive Biomarker aus Tumor- und Makroumgebung, die helfen könnten, Therapieerfolge vorherzusagen und individualisierte Ansätze zu entwickeln. Nasopharynxkarzinom ist besonders in Südostasien endemisch und meist mit Epstein-Barr-Virus (EBV) assoziiert. Trotz Fortschritten bleibt die Rezidivgefahr hoch. Die Suche nach zuverlässigen Biomarkern zur Vorhersage des Ansprechens auf Immun-Checkpoint-Inhibitoren ist dringend. Im Tumormikromilieu gilt PD-L1-Expression als am besten untersuchter Marker: Höhere Werte korrelieren meist mit besserem Ansprechen, doch es besteht Heterogenität zwischen Primärtumor und Metastasen. Tumor-Mutationslast und Neoantigenbeladung messen Immunogenität indirekt – EBV-assoziierte Tumoren haben niedrige Mutationsraten, erzeugen aber virusspezifische Antigene. Dichte und Verteilung tumorinfiltrierender Lymphozyten, insbesondere CD8+-T-Zellen, sowie deren Nähe zu PD-L1-exprimierenden Zellen zeigen vorhandene Anti-Tumor-Immunität. Genexpressionssignaturen für Interferon-?-Signalwege und zytolytische Aktivität bewähren sich in Kohortenstudien.…

