Wal Timmy – Welche Stresswerte quälen ihn massiv?
Timmy liegt seit mehreren Tagen weitgehend bewegungslos in flachem Wasser. Die folgenden Fragen und Antworten erklären auf Basis verifizierter wissenschaftlicher Daten (NOAA, IWC, Harms et al. 2014 u. a.), welche biochemischen Prozesse bei einem gestrandeten Buckelwal wie Timmy ablaufen und warum sein Leiden biochemisch als extrem schwer einzustufen ist. 1. Welches Stresshormon ist bei Timmy am stärksten erhöht? Cortisol (das zentrale Stresshormon der Nebennierenrinde) erreicht bei langanhaltend gestrandeten großen Walen extreme Werte. Bei vergleichbaren Fällen von Mysticeten (Bartenwalen) wurden Plasmacortisol-Konzentrationen gemessen, die um ein Vielfaches über den Normalwerten im freien Meer liegen. Der chronische Gravitationsstress, die Hypoxie und die anhaltenden Schmerzen führen zu einer Daueraktivierung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HPA-Achse). Cortisol bleibt über Tage hoch und verstärkt den Muskelabbau, die Immunsuppression und die metabolische Azidose. 2. Wie wirkt sich die Hypoxie biochemisch aus? Durch die Kompressionsatelektase der Lunge (Druck des eigenen Körpergewichts…




