Magersucht (Anorexia nervosa) ist eine ernste psychiatrische Störung, die durch eingeschränktes Essen, Angst vor Gewichtszunahme und Störungen des Körperbildes gekennzeichnet ist und zu schwerer Unterernährung, Depressionen und Angstzuständen führen kann. Eine neue Studie des Turku PET Centre zeigt, wie Veränderungen der Neurotransmitterfunktion im Gehirn der Magersucht zugrunde liegen können. „Die Opioid-Neurotransmission reguliert Appetit und Lust im Gehirn. Bei Patienten mit Anorexia nervosa war der opioiderge Tonus im Gehirn im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen erhöht. Zuvor haben wir gezeigt, dass bei fettleibigen Patienten die Aktivität des Tonus dieses Systems herabgesetzt ist. Es ist wahrscheinlich, dass die Wirkung dieser Moleküle sowohl die Abnahme als auch die Zunahme des Appetits reguliert“, sagt Professor Pirjo Nuutila von der Universität Turku, Finnland. Darüber hinaus haben die Forscher die Glukoseaufnahme des Gehirns gemessen. Auf das Gehirn entfallen etwa 20 % des Gesamtenergieverbrauchs des Körpers, so dass die Forscher…