SOX2: Ein Schlüsselfaktor bei der Progression und Behandlungsresistenz von Prostatakrebs
Prostatakrebs bleibt eine globale gesundheitliche Herausforderung und ist die zweithäufigste bösartige Erkrankung bei Männern. Während Erkrankungen im Frühstadium effektiv behandelt werden können, stellen fortgeschrittene Formen – insbesondere metastasierter kastrationsresistenter Prostatakrebs (mCRPC) – erhebliche therapeutische Hürden dar. Immer mehr Hinweise betonen die zentrale Rolle von SOX-Transkriptionsfaktoren , wobei SOX2 sich als zentraler Treiber für Tumorwachstum, -ausbreitung und Therapieresistenz herausgestellt hat.SOX2 ist eng mit dem Schicksal von Krebsstamm-/Progenitorzellen verknüpft und beeinflusst Prozesse wie Zellproliferation , Apoptoseresistenz und epithelial-mesenchymalen Übergang (EMT) , die Invasion und Metastasierung fördern. Erhöhte SOX2-Werte werden häufig bei aggressiven Tumoren beobachtet und sind mit einer schlechten Prognose verbunden . Seine Aktivität umfasst auch die Gestaltung der Plastizität der Tumorlinie , wodurch Krebszellen sich anpassen und unter therapeutischem Druck überleben können. Diese Anpassungsfähigkeit erleichtert oft die Transformation in neuroendokrines Prostatakarzinom (NEPC) , eine aggressive Variante mit begrenzten Behandlungsmöglichkeiten. Auf molekularer…
