Zum 1. Januar 2026 hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) turnusgemäß den Vorsitz der Nationalen Präventionskonferenz (NPK) vom GKV-Spitzenverband übernommen. Neuer amtierender Vorsitzender der NPK für das Jahr 2026 ist Dr. Stephan Fasshauer, Hauptgeschäftsführer der DGUV.
Zentraler inhaltlicher Schwerpunkt im laufenden Jahr ist das Thema „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“. Bei Erwerbstätigen zählen psychische und Verhaltensstörungen zu den wichtigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit, vorzeitige Berentung und medizinische Behandlung. Die Träger der NPK haben das arbeitsweltbezogene Ziel „Schutz und Stärkung der psychischen Gesundheit“ bereits in den Bundesrahmenempfehlungen verankert. Mit dem Vorsitzwechsel rückt dieses Ziel 2026 bei der Weiterentwicklung und Umsetzung der Nationalen Präventionsstrategie besonders in den Mittelpunkt. Die Träger wollen ihre Kooperation dabei weiter stärken.
Dr. Stephan Fasshauer erklärte, die Arbeitswelt biete großes Potenzial für Prävention und Gesundheitsförderung, da dort rund 46 Millionen Menschen erreicht werden könnten und ein Beitrag zu gesundheitlicher Chancengleichheit möglich sei. Gleichzeitig gelte es, arbeitsbedingten physischen und psychischen Belastungen entgegenzuwirken und die Leistungen der Träger besser aufeinander abzustimmen. Für das Präventionsforum 2026 sei daher das Motto „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt gemeinsam schützen und stärken“ gewählt worden.
Die Nationale Präventionskonferenz wurde mit dem 2015 in Kraft getretenen Präventionsgesetz eingeführt. Sie entwickelt und aktualisiert die nationale Präventionsstrategie. Zu den Trägern gehören die gesetzliche Kranken-, Unfall- und Rentenversicherung sowie die soziale Pflegeversicherung, vertreten durch ihre Spitzenorganisationen: GKV-Spitzenverband, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) sowie Deutsche Rentenversicherung Bund. Seit 2017 ist auch der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) stimmberechtigtes Mitglied.
