Vogelgrippe am Stausee Kelbra: H5N1-Verdacht bestätigt – Virologische Hintergründe, Folgen für Deutschland und Vergleich zur US-Lage
Die idyllische Landschaft des Stausees Kelbra, ein Paradies für Zugvögel an der Grenze zwischen Sachsen-Anhalt und Thüringen, ist zum Schauplatz einer tragischen Katastrophe geworden. Seit Donnerstagabend wurden über 100 tote Kraniche entdeckt – etwa gleichmäßig verteilt auf beide Seiten des Gewässers, mit je rund 50 Kadavern. Erste Labortests aus dem Landkreis Mansfeld-Südharz fielen bereits am Freitag positiv auf hochpathogene Geflügelpest aus, und die endgültige Bestätigung durch das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems folgte am Samstag: Das Virus ist das gefürchtete H5N1 der Clade 2.3.4.4b. Die Behörden haben das gesamte Areal um den Stausee und die Staumauer abgesperrt, Zutritt nur für Einsatzkräfte gestattet. Desinfektionsschleusen und Drohnenüberwachung sind im Einsatz, um eine weitere Ausbreitung zu stoppen. Dieser Vorfall unterstreicht die anhaltende Bedrohung durch die Vogelgrippe, die seit 2022 weltweit Wellen schlägt und nun auch in Deutschland wieder zuschlägt. Während der Fokus…

