Väterlicher Lebensstil prägt Spermien-Epigenom – Auswirkungen auf Fruchtbarkeit, Embryonen und Kindergesundheit
Eine umfassende Übersichtsarbeit in Clinical Epigenetics fasst zusammen, wie väterliche Faktoren wie Ernährung, Übergewicht, Rauchen, Schadstoffe und Stress das epigenetische Profil von Spermien verändern. Diese Modifikationen – DNA-Methylierung, Histon-Retention und kleine nicht-kodierende RNAs – beeinflussen Spermienqualität, Befruchtungsfähigkeit, Embryonalentwicklung, Erfolge assistierter Reproduktion und langfristige Gesundheitsrisiken der Nachkommen. Die Analyse unterstreicht den väterlichen Beitrag zur intergenerationalen Vererbung und plädiert für präkonzeptionelle Interventionen. Väterliche Einflüsse hinterlassen epigenetische Signaturen, die bei der Befruchtung mit dem Genom übertragen werden. Adipositas und ungünstige Diäten (hoch an Fett/Zucker oder folatarm) korrelieren mit veränderten Methylierungs- und sncRNA-Profilen, reduzierter Spermienmotilität und metabolischen Störungen bei Kindern. Rauchen führt zu differenziell methylierten Regionen in Genen für Antioxidation, Insulinsignale und Spermatogenese. Endokrin wirksame Chemikalien wie BPA oder Phthalate induzieren transgenerationale Methylierungsveränderungen, die Fruchtbarkeit und Krankheitsrisiken mindern. Präkonzeptioneller Stress verändert miRNAs/piRNAs und Methylierung, mit verhaltens- und stoffwechselbezogenen Effekten in Tiergenerationen. In der assistierten…

