San Francisco/London – Eine groß angelegte randomisierte Studie im britischen National Health Service (NHS) belegt, dass der Einsatz von KI-unterstützten digitalen Stethoskopen von Eko Health die Früherkennung von Herzinsuffizienz, Vorhofflimmern und Herzklappenerkrankungen in der Primärversorgung signifikant steigert. Die Ergebnisse der TRICORDER-Studie (Triple Cardiovascular Disease Detection Using an Artificial Intelligence Stethoscope) wurden in The Lancet veröffentlicht.
Die Studie, geleitet vom Health Impact Lab des Imperial College London, umfasste 205 NHS-Praxen mit insgesamt 1,5 Millionen Patienten. Über zwölf Monate hinweg führten fast 1.000 Hausärzte routinemäßige Untersuchungen mit den Eko-Geräten durch. Im Vergleich zur Standardversorgung ohne KI-Unterstützung stieg die Detektionsrate bei Patienten mit AI-Stethoskop-Untersuchung um das 2,3-Fache für Herzinsuffizienz, das 3,5-Fache für Vorhofflimmern und das 1,9-Fache für valvuläre Herzkrankheiten.
„Die Veröffentlichung in The Lancet unterstreicht den klinischen Wert und die reale Wirksamkeit dieser Technologie“, sagte Prof. Dr. Nicholas S. Peters, Kardiologe am Imperial College London. „Das Stethoskop steht seit jeher für den menschlichen Aspekt der Medizin. Diese Innovation stärkt genau diese Verbindung und gibt Ärzten die Möglichkeit, Herzkrankheiten bereits im Praxisalltag frühzeitig zu erkennen. Die Ergebnisse zeigen, dass KI sicher und effektiv in die Routineversorgung integriert werden kann und auf Bevölkerungsebene messbare Verbesserungen bringt.“
Die Eko-Geräte kombinieren hochauflösenden Schall mit integrierter EKG-Technologie und analysieren die Herzsignale in Sekunden mithilfe von KI-Algorithmen. Die TRICORDER-Studie spiegelt reale klinische Abläufe wider und liefert damit seltene Einblicke in die Leistungsfähigkeit von KI in der alltäglichen Primärversorgung. Die Ergebnisse haben bereits zur Ausweitung des Einsatzes der Geräte in Praxen in Süd-London, Sussex und Wales geführt.
„The Lancet steht für höchste klinische Evidenzstandards“, erklärte Dr. Steven Steinhubl, Chief Medical Officer von Eko Health. „Diese Publikation bestätigt die transformative Kraft der KI-gestützten Auskultation und motiviert uns, Ärzten weltweit noch mehr lebensrettende Erkenntnisse zu ermöglichen.“
Eko Health entwickelt digitale Stethoskope, EKG-Geräte, Software und KI-Analysen zur frühen Erkennung von Herz- und Lungenerkrankungen. Das Unternehmen mit Sitz in Emeryville, Kalifornien, hat weltweit mehr als 650.000 Geräte verkauft. Die Plattform ist FDA-zugelassen und wird in der klinischen Praxis eingesetzt, um Früherkennung und Behandlungsmanagement zu verbessern.
