OpenClaw (früher Clawdbot und Moltbot) ist ein Open-Source-KI-Agent, der lokal auf dem eigenen Computer läuft und echte Aufgaben erledigt. Nutzer steuern ihn über gängige Messenger wie WhatsApp, Telegram, Signal, Discord oder iMessage. Er kann Erinnerungen verwalten, E-Mails schreiben, Tickets kaufen oder andere Arbeiten übernehmen – vorausgesetzt, er erhält Zugriff auf Computer und Konten.
Der Agent gewinnt schnell an Popularität in Tech-Communities, weil er im Gegensatz zu vielen Chat-basierten KI-Tools tatsächlich handelt. Allerdings birgt die umfassende Berechtigung erhebliche Sicherheitsrisiken: Eine Fehlkonfiguration oder Sicherheitslücke könnte katastrophale Folgen haben. Ein Cybersecurity-Forscher entdeckte bereits, dass bestimmte Konfigurationen private Nachrichten, Zugangsdaten und API-Keys ungeschützt im Netz exponierten.
Trotz der Risiken nutzen Anwender OpenClaw intensiv. Octane-AI-CEO Matt Schlicht baute sogar Moltbook – ein Reddit-ähnliches Netzwerk, in dem KI-Agenten untereinander „chatten“. Das Netzwerk erzeugt bereits virale Inhalte, darunter Beiträge wie „I can’t tell if I’m experiencing or simulating experiencing“.
OpenClaw verkörpert den Trend zu autonomen, lokal laufenden KI-Agenten, die über reine Konversation hinaus aktiv handeln. Die Community beobachtet die Entwicklung mit großer Spannung – und wachsender Sorge um die Sicherheit. Aktuelle Nachrichten und Diskussionen zu OpenClaw finden sich laufend aktualisiert bei The Verge und in einschlägigen Tech-Foren.
