Neuronale Logik für sanfte Roboter: Ein ethischer Blick auf die MOZART-Innovation
In einer Ära, in der Robotik die Grenzen zwischen Maschine und Biologie verwischt, präsentiert das EU-finanzierte MOZART-Projekt eine faszinierende Synthese aus neuronaler Intelligenz und weicher Mechanik. Inspiriert vom menschlichen Gehirn mit seinen rund 85 Milliarden Neuronen, die durch chemische und elektrische Signale präzise Koordination ermöglichen, entwickeln Forscher ein System neuronaler zellulärer Automaten. Diese „neurozellulären Automaten“ bilden das Herzstück einer neuen Robotergeneration, die empfindliche Objekte mit beispielloser Sanftheit ertastet, anhebt und manipuliert. Das Projekt, koordiniert von Professor Kasper Støy an der IT-Universität Kopenhagen und in Kooperation mit dem Italienischen Institut für Technologie (IIT) in Genua unter Leitung von Lucia Beccai, zielt auf Anwendungen in der Lebensmittelverarbeitung und im Gesundheitswesen ab. Doch jenseits der technischen Brillanz werfen diese Entwicklungen fundamentale ethische Fragen auf: Wer trägt Verantwortung bei Fehlern? Wie schützen wir menschliche Autonomie und Würde? Und fördert Automatisierung soziale Gerechtigkeit oder vertieft…






