Bisphenol A (BPA) bildet in Reisfeldböden stabile Rückstände – Langzeitrisiken für Umwelt und Gesundheit
Der weit verbreitete Kunststoffzusatzstoff Bisphenol A (BPA), ein bekannter Hormonstörer, wird in belüfteten Reisfeldböden rasch in nicht extrahierbare Rückstände (NERs) umgewandelt und bleibt dort langfristig persistent. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie chinesischer Forscher, die am 20. November 2025 in der Fachzeitschrift „Science of the Total Environment“ (Elsevier) veröffentlicht wird. Die Untersuchung mit radioaktiv markiertem BPA zeigt, dass 86,6 Prozent des Stoffes nach nur 22 Tagen in stabile NERs eingebunden sind – ein Prozess, der durch Mikroben gesteuert wird und die Bioverfügbarkeit von BPA stark einschränkt. BPA, das in Polycarbonat-Kunststoffen, Epoxidharzen und Alltagsprodukten wie Trinkflaschen vorkommt, gilt als endokriner Disruptor. Es kann bereits in niedrigen Dosen Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Fortpflanzungs- und Entwicklungsstörungen auslösen, wie die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) 2023 bestätigte. Trotz zunehmender Alternativen bleibt BPA der dominanteste Bisphenol in Böden, mit Nachweisen bis zu 174 Nanogramm pro Gramm Trockengewicht…

