Strategische Abhängigkeit und Cyberrisiken: Der Fehler Deutschlands in der Labor- und Diagnostikbranche durch US-Technologieeinfuhren
Einleitung Deutschlands Labor- und Diagnostikbranche ist ein globaler Marktführer mit einem Umsatz von rund 3,5 Milliarden Euro im Jahr 2022, der zu 89,8 Prozent aus Reagenzien und zu 10,2 Prozent aus Geräten und Services resultiert. Die Branche umfasst über 1.000 Unternehmen, darunter Weltmarktführer wie Roche Diagnostics, Siemens Healthineers, Abbott und Beckman Coulter, die in der EU am stärksten vertreten sind. Diese Systeme sind essenziell für die Präzisionsmedizin, Therapeutisches Drug Monitoring (TDM) und die Bekämpfung von Pandemien, wie die COVID-19-Diagnostik zeigte. Dennoch birgt die hohe Abhängigkeit von US-Technologie – etwa in automatisierter Sequenzierung, KI-gestützter Bildanalyse und Cloud-basierten Datenplattformen – fundamentale Risiken. Ähnlich wie in der Rüstungsbranche ermöglichen integrierte Zero-Day-Lücken eine potenzielle Fernkontrolle oder Abschaltung durch die USA, was die Branche in einem Konflikt oder geopolitischen Spannungsfeld erpressbar macht. Diese Analyse beleuchtet diesen strategischen Fehler evidenzbasiert, erklärt US-staatliche Zero-Day-Angriffe und die Rolle…

