Pankreaskarzinom umgeht Immunsystem früher als gedacht
Präkanzeröse Zellen im Pankreas organisieren sich bereits in sehr frühen Stadien in räumlich abgegrenzten Nischen und interagieren gezielt mit Immunzellen – möglicherweise um eine immunsuppressive Umgebung zu schaffen. Dies geschieht lange bevor eine invasive Pankreas-Karzinomerkrankung entsteht. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Hebräischen Universität Jerusalem, die in der Fachzeitschrift Gastroenterology erschienen ist. Pankreasduktales Adenokarzinom zählt zu den tödlichsten Krebsformen, vor allem weil es meist erst in fortgeschrittenen Stadien diagnostiziert wird. Präkanzeröse Läsionen können jedoch über ein Jahrzehnt oder länger bestehen, ohne dass bisher genau bekannt war, wie diese frühen Zellveränderungen strukturiert sind und wie sie die umliegende Gewebeumgebung beeinflussen. Das Team um Dr. Oren Parnas (Fakultät für Medizin) nutzte Einzelzell-RNA-Sequenzierung kombiniert mit räumlicher Transkriptomik, um Tausende einzelner Zellen in ihrem natürlichen räumlichen Kontext zu analysieren. Dadurch konnte erstmals kartiert werden, wie metaplastische azinäre Zellen in prämaligne Läsionen organisiert…




