Fremont (LabNews Media LLC) – Ultima Genomics hat auf dem AACR Annual Meeting 2026 in San Diego erste Ergebnisse aus der TRACERx-Studie zur minimalen Resterkrankung (MRD) vorgestellt. Die Daten zeigen, dass die ppmSeq-Technologie des Unternehmens eine extrem hohe Sensitivität von niedrigen einstelligen Parts-per-Million (ppm) bei der Erkennung von zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) erreicht – ohne die Notwendigkeit patientenspezifischer Panels.
Die ppmSeq-Plattform ermöglicht eine ultrasensitive Detektion durch ein einfaches, skalierbares Whole-Genome-Sequencing (WGS)-Workflow. Damit könnte die Technologie weltweit schnell und kostengünstig einsetzbar sein. Ultima Genomics präsentierte insgesamt sechs Abstracts, darunter eine Plenar- und eine Late-Breaking-Vortragssession.
„Wir haben ppmSeq entwickelt, um tumor-spezifische Moleküle in einem Meer normaler DNA zu finden – ohne für jeden Patienten ein eigenes Panel herstellen zu müssen“, sagte Gilad Almogy, Gründer und CEO von Ultima Genomics. „Die auf dem AACR gezeigten Daten bestätigen diese Leistungsfähigkeit und deuten auf eine Zukunft hin, in der Whole-Genome-MRD zur neuen Standardversorgung wird.“
In einer Pilotstudie mit 50 Plasmaproben aus der TRACERx-Kohorte (geführt von Professor Charles Swanton vom Francis Crick Institute) erreichte ppmSeq eine hohe analytische Sensitivität bei niedrigen einstelligen ppm-Werten. Die Methode nutzt tumor-spezifische Varianten aus vorheriger Whole-Genome-Sequenzierung und kommt ohne aufwändige Panel-Entwicklung aus.
Weitere Präsentationen von Kooperationspartnern wie Labcorp und DELFI Diagnostics untermauern die klinische Einsetzbarkeit. Labcorp berichtete von einer Spezifität von über 99,9 % und einer Nachweisgrenze unter 3 ppm bei der Analyse von 120 nicht-krebskranken Spendern sowie Krebszelllinien. DELFI zeigte, dass die Kombination von Fragmentations-basierten Verfahren mit ppmSeq die Unterscheidung zwischen tumor- und normaler DNA weiter verbessert.
Zusätzlich kündigte Ultima Genomics das erste globale MRD-Symposium an, das gemeinsam mit Dan Landau und Charles Swanton ausgerichtet wird. Das Symposium soll den aktuellen Stand und die Zukunft der MRD-Diagnostik beleuchten und den Weg für eine breitere globale Einführung von Whole-Genome-basierten Verfahren ebnen.
„Die Fähigkeit, personalisierte ctDNA-Detektion mit ppm-Sensitivität ohne maßgeschneiderte Panels durchzuführen, verändert grundlegend, was in der Lungenkrebs-MRD-Überwachung möglich ist“, sagte Dan A. Landau von der New York Genome Center und Weill Cornell Medicine.
Ultima Genomics positioniert ppmSeq als neuen Standard für ultrasensitive MRD-Tests, der skalierbar, kostengünstig und weltweit einsetzbar ist.
Weitere Ergebnisse und Follow-up-Daten werden im Verlauf des Jahres 2026 erwartet.
