EMA überprüft Metamizol
Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat eine Überprüfung von Metamizol-haltigen Analgetika eingeleitet, da Experten befürchten, dass die bereits verabschiedeten Maßnahmen zur Minimierung des Risikos einer Agranulozytose möglicherweise nicht ausreichend sind. Metamizol-haltige Arzneimittel sind in verschiedenen EU-Ländern zur Behandlung von mäßigen bis starken Schmerzen und Fieber zugelassen, wobei die Indikationen von Land zu Land variieren[9][10][11]. Metamizol ist ein nicht-opioides Analgetikum mit antipyretischen und spasmolytischen Eigenschaften, das vor allem zur Behandlung starker Schmerzen und hohen Fiebers eingesetzt wird. Es wirkt durch die Hemmung der Prostaglandinsynthese im zentralen Nervensystem und möglicherweise durch die Beeinflussung der Schmerzrezeptoren im Gehirn[6][8]. Die Agranulozytose ist eine bekannte Nebenwirkung von Metamizol-haltigen Arzneimitteln, die durch eine plötzliche und starke Abnahme der Granulozyten, einer Art von weißen Blutzellen, gekennzeichnet ist. Diese Nebenwirkung kann zu schweren Infektionen führen, die tödlich enden können[1][2][3]. Die EMA wird nun die Risiken und Nutzen von Metamizol-haltigen…
