Ostsee: KI und Drohnen ermöglichen Vibrio-Warnung
Warnemünde (LabNews Media LLC) – Forschende des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) haben ein KI-basiertes Vorhersagemodell entwickelt, mit dem das Auftreten des potenziell gefährlichen Bakteriums Vibrio vulnificus in der Ostsee bis zu fünf Wochen im Voraus prognostiziert werden kann. Die in der Fachzeitschrift Water Research veröffentlichte Studie kombiniert hochaufgelöste Umwelt-, Satelliten- und Mikrobiomdaten. Vibrio vulnificus kommt natürlicherweise in marinen und brackigen Gewässern vor und kann bei Menschen, insbesondere bei älteren Personen oder solchen mit geschwächtem Immunsystem, schwere Wundinfektionen oder Sepsis auslösen. Steigende Wassertemperaturen infolge des Klimawandels begünstigen die Vermehrung des Bakteriums, weshalb die Ostsee als eine der europäischen Hochrisikoregionen gilt. Die Forschenden analysierten von April 2022 bis Mai 2023 Wasserproben von 15 Messstationen entlang der Ostseeküste und der Warnow-Mündung. Sie werteten rund 1.500 Proben mikrobiologisch und molekularbiologisch aus und ergänzten die Daten mit Umweltparametern wie Wassertemperatur, Salzgehalt, Nährstoffen, Chlorophyllgehalt und…









