Übersicht zu Sicherheitsrisiken bei CRISPR/Cas-Genome-Editing in der Gentherapie
Mit dem rasanten Fortschritt der CRISPR/Cas-Technologie in der Zell- und Gentherapie gewinnt die nicht-klinische Sicherheitsbewertung zunehmend an Bedeutung. Eine aktuelle Übersichtsarbeit aus Großbritannien bewertet umfassend die notwendigen Sicherheitsprüfungen für CRISPR/Cas-modifizierte Therapieprodukte und zeigt Risiken sowie mögliche Lösungsansätze auf. Die Autoren vom Cell and Gene Therapy Catapult und vom Guy’s Hospital in London betonen, dass nicht-klinische Studien weit über bloße Machbarkeitsnachweise hinausgehen müssen. Dazu gehören Toxikologie, Biodistribution, Immunogenität, Tumorigenität und Langzeit-Persistenz-Analysen. Die Prüfprogramme sollten produktspezifisch, risikobasiert und in Übereinstimmung mit den Leitlinien von FDA und EMA gestaltet werden. Ein zentrales Risiko stellen genotoxische Effekte durch CRISPR-induzierte Doppelstrangbrüche in der DNA dar. Fehlerhafte Reparaturmechanismen können zu ungewollten Insertionen, Deletionen, chromosomalen Umlagerungen und p53-vermittelten DNA-Schäden führen und potenziell onkogene Zellklone begünstigen. Neuere Technologien wie hochpräzise Cas-Varianten, Base Editing und Prime Editing könnten diese Risiken deutlich verringern, da sie Off-Target-Effekte minimieren und Doppelstrangbrüche weitgehend…





