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Schlafmohn: Deutschland wird Opiumland

In Deutschland wurde im Jahr 2024 auf 1066 Hektar Schlafmohn angebaut. Das ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um rund 50%. 2023 betrug die Anbaufläche noch 701 Hektar. Damit liegt der Wert nahezu wieder auf dem Niveau von 2021, als die Gesamtanbaufläche mit 1077 Hektar ihren bisherigen Höchststand erreichte hatte. Das ergibt eine aktuelle Auswertung der beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) angesiedelten Bundesopiumstelle.

Spitzenreiter unter den Bundesländern ist Bayern mit einer Anbaufläche von 285,1 Hektar. Sachsen folgt mit 256,5 Hektar auf Platz 2 und Niedersachsen mit 105,2 Hektar auf Platz 3.

Den stärksten Anstieg der Anbaufläche gab es in Thüringen. Dort hat sich die Fläche von 5,1 Hektar auf 59,1 Hektar mehr als verzehnfacht. Weitere deutliche Anstiege gab es in Brandenburg (von 7,2 Hektar auf 49,2 Hektar) und Sachsen-Anhalt (von 41,4 Hektar auf 98,7 Hektar)

Gestiegen ist auch die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe, die Schlafmohn anbauen. Aktuell sind 309 landwirtschaftliche Betriebe im Besitz der für den Anbau erforderlichen betäubungsmittelrechtlichen Erlaubnis nach § 3 Betäubungsmittelgesetz, welche bei der Bundesopiumstelle beantragt werden kann. Die Zahl der Personen, die Schlafmohn zu privaten Zwecken anbauen, ist mit 59 gleichgeblieben.

Mit dem Anbau von Schlafmohn wird Schlafmohnsamen gewonnen. Dieser wird als Lebensmittel, z.B. in Backwerk eingesetzt oder zu kaltgepressten Ölen weiterverarbeitet.

In Deutschland unterstehen die Pflanzen und Pflanzenteile von Papaver somniferum den betäubungsmittelrechtlichen Vorschriften. Dies ist vor allem auf das im Milchsaft der Pflanze enthaltene Morphin zurückzuführen. Für den Anbau ist daher, unabhängig von der Zahl der Pflanzen, eine betäubungsmittelrechtliche Erlaubnis nach § 3 BtMG erforderlich, die bei der Bundesopiumstelle beantragt werden muss. Das gilt nicht nur für die gewerbliche, sondern auch für die private Nutzung, etwa im Garten. Angebaut werden dürfen ausschließlich morphinarme Sorten. Hierzu zählen aktuell die beiden Sommermohnsorten „Mieszko“ und „VIOLA“ sowie die Wintermohnsorte „ZENO MORPHEX“ mit einem Morphingehalt von jeweils unter 0,02 %.

Ergänzende Grafiken und Tabellen finden Sie in der Online-Version dieser Meldung auf der Website des BfArM.

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LabNews Media LLC
labnews.ai 的主编是 Marita Vollborn 和 Vlad Georgescu。自 1994 年以来,他们一直是畅销书作家、科学作家和科学记者。更多关于他们的写作信息,请访问 X-Press Journalistenbüro (https://xpress-journalisten.com)。更多维基百科信息:关于 Marita:https://de.wikipedia.org/wiki/Marita_Vollborn 关于 Vlad:https://de.wikipedia.org/wiki/Vlad_Georgescu
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