Chemiekrise in Ostdeutschland: Tausende Arbeitsplätze verloren, Region vor Strukturbruch
Die deutsche Chemieindustrie durchlebt eine der schwersten Krisen seit Jahrzehnten, mit besonders gravierenden Folgen für Ostdeutschland. Seit Januar 2025 haben große Chemiekonzerne den Abbau von etwa 5.350 Arbeitsplätzen in Deutschland angekündigt, davon mindestens 1.550 in ostdeutschen Bundesländern. Hohe Energiekosten, schwache Nachfrage und globaler Wettbewerb zwingen Unternehmen zu Produktionskürzungen, Werksschließungen und Verlagerungen ins Ausland. Das mitteldeutsche Chemiedreieck, ein wirtschaftliches Herzstück in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg, steht vor einem tiefgreifenden Strukturwandel, der Arbeitsplätze, Wertschöpfungsketten und kommunale Haushalte bedroht. Stellenabbau in der Chemieindustrie Offizielle Daten und Unternehmensmeldungen zeigen, dass die Chemiebranche unter massivem Druck steht. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) meldet für das erste Halbjahr 2025 einen Produktionsrückgang von 1,1 % gegenüber dem Vorjahr, begleitet von stagnierenden Umsätzen und einer schwachen Exportnachfrage. Hohe Energiepreise, komplexe Regulierungen und geopolitische Unsicherheiten wie US-Zölle verschärfen die Lage. Folgende Unternehmen haben seit Januar 2025 konkrete Stellenstreichungen…

