Vitamin B3 zeigt vielversprechende Wirkung bei Glioblastom
Forscher der University of Calgary haben in einer Phase-I/II-Studie untersucht, ob hochdosierte, kontrolliert freisetzende Niacin (Vitamin B3) als Zusatz zur Standardtherapie das Überleben bei neu diagnostiziertem Glioblastom verbessern kann. Die aggressive Hirntumorerkrankung hat trotz Operation, Strahlentherapie und Chemotherapie eine sehr schlechte Prognose; eine signifikante Verlängerung des Überlebens ist seit 20 Jahren nicht gelungen. Die Studie, geleitet von der Onkologin Dr. Gloria Roldan Urgoiti und dem Neuroforscher Dr. Wee Yong (beide Hotchkiss Brain Institute und Arnie Charbonneau Cancer Institute), basiert auf Vorarbeiten im Mausmodell: Niacin reaktiviert unterdrückte Immunzellen im Gehirn, sodass diese Tumorzellen effektiver angreifen können. Glioblastom unterdrückt das Immunsystem stark – Niacin hilft, diesen Schutzmechanismus zu durchbrechen und die „Schlacht um das Gehirn“ zugunsten des Immunsystems zu wenden. Die klinische Studie prüfte zunächst die maximale verträgliche Dosis und dann den potenziellen Nutzen von Niacin zusätzlich zur Standardbehandlung. Als Abbruchkriterium galt…
