LabNews Kommentar zur verabschiedeten GOÄ-Novellierung
Die kürzlich verabschiedete Novellierung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) markiert einen bedeutenden Schritt in Richtung einer modernisierten Abrechnungsgrundlage für ärztliche Leistungen. Während die Reform viele positive Ansätze wie die Anpassung an den medizinischen Fortschritt, die Berücksichtigung digitaler Methoden und eine bessere Honorierung der sprechenden Medizin mit sich bringt, bleibt die Labormedizin leider auf der Strecke. Die Kritik aus der Labormedizin ist berechtigt: Der Entwurf der neuen GOÄ führt zu spürbaren Abwertungen in diesem Bereich, mit potenziellen Honorareinbußen von bis zu 30 Prozent oder mehr, wie von Fachgesellschaften und Verbänden moniert. Diese Kürzungen erscheinen besonders problematisch, da sie nicht ausreichend durch betriebswirtschaftliche Berechnungen oder transparente Kalkulationen begründet werden. Die Labormedizin, ein zentraler Pfeiler der modernen Diagnostik, leistet unverzichtbare Arbeit bei der Früherkennung, Verlaufskontrolle und Therapieplanung von Erkrankungen. Eine finanzielle Abwertung dieses Fachbereichs könnte langfristig die Qualität und Verfügbarkeit labormedizinischer Leistungen beeinträchtigen,…
