Proteinmarker prognostiziert Chemotherapieresistenz bei Dickdarmkrebs – Neuer Ansatz für personalisierte Therapien
Ein internationales Forscherteam hat ein Proteinsystem identifiziert, das erklärt, warum manche Patienten mit kolorektalem Karzinom auf Chemotherapie nicht ansprechen. Der Cystin/Glutamat-Transporter Xc- schützt Tumorzellen vor Stress und Zelltod; seine Blockade in Labormodellen steigert die Therapieempfindlichkeit. Zudem entdeckten die Wissenschaftler eine spezifische Protein-Signatur auf Tumoroberflächen, die als Biomarker dienen könnte, um Resistenz vorab zu erkennen. Die Ergebnisse, veröffentlicht in Molecular Oncology, könnten personalisierte Behandlungen ermöglichen und reichen über Dickdarmkrebs hinaus bis zu neurologischen Erkrankungen. Die Studie, geleitet von Michal Linial, Or Kakhlon und Keren Zohar an der Hebrew University of Jerusalem sowie Ulf D. Kahlert und Marco Strecker an der University Medicine Magdeburg, analysierte Tumorgewebe und gesundes Material von 32 Patienten. Mithilfe von Sequenzierung, Histologie und patientenspezifischen Organoiden wurde das Gen SLC7A11 (xCT) als stark überexprimiert identifiziert. Es bildet mit einem Partner den Xc–Transporter, der Krebszellen hilft, oxidativen Stress zu bewältigen…

