MS-13: Motor der Fentanylkrise in den USA
Die Rolle der mexikanischen MS-13 im Kontext der US-amerikanischen Fentanylkrise ist komplex und brisant, da sie sowohl Mediziner als auch Ermittlungsbehörden und die Politik vor enorme Herausforderungen stellt[1][2]. Fentanyl, ein synthetisches Opioid, sorgt in den USA jährlich für zehntausende Todesfälle – allein 2023 waren es über 101.770 Drogentote, wobei knapp 60 Prozent direkt durch Fentanyl verursacht wurden[3][4][5]. Dieses hochwirksame Schmerzmittel ist laut medizinischer Studien etwa 50- bis 100-mal potenter als Morphin und wird in der Regel nur noch dann legal verwendet, wenn schwächere Mittel keine Wirkung mehr zeigen[5][4]. Im kriminellen Milieu hat Fentanyl einen eigenen Siegeszug angetreten: Mexikanische Kartelle wie Sinaloa und Jalisco gelten als Hauptlieferanten des Stoffs in den USA. Die für die Herstellung notwendigen Chemikalien gelangen vor allem aus China oder Indien nach Mexiko, wo Fentanyl in heimischen Laboren produziert wird. Die Logistik ist ausgeklügelt: Mehrere hundert Millionen…

