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Die Rolle orangefarbener Pigmente bei Vögeln und rothaarigen Menschen

Ein Pigment, das Federn und Haaren orange färbt, beugt Zellschäden vor, indem es überschüssiges Cystein aus den Zellen entfernt. Phäomelanin ist ein orange-rotes Pigment, das aus der Aminosäure Cystein gebildet wird und in rotem menschlichem Haar und heller Haut sowie in Vogelfedern vorkommt. Frühere Studien haben gezeigt, dass Phäomelanin mit einem erhöhten Melanomrisiko einhergeht, was die Frage aufwirft, warum die Evolution genetische Varianten erhalten hat, die die Phäomelaninproduktion fördern. Ismael Galván und seine Kollegen untersuchten 65 erwachsene Zebrafinken, die in eine Behandlungs- und eine Kontrollgruppe unterteilt wurden. In der Behandlungsgruppe erhielten männliche Zebrafinken Cystein und ML349, ein Medikament, das die Phäomelaninsynthese hemmt, über das Futter. Männliche Vögel, die sowohl mit Cystein als auch mit ML349 behandelt wurden, wiesen im Vergleich zu Männchen, die nur Cystein erhielten, erhöhte oxidative Schäden im Blutplasma auf, nachdem die Autoren die Gesamtexpression des Antioxidantienregulators durch Melanozyten berücksichtigt hatten. Weibliche Vögel, die kein Phäomelanin produzieren, zeigten im Vergleich zu weiblichen Kontrolltieren nach alleiniger Cysteinbehandlung tendenziell verstärkte oxidative Schäden. Laut den Autoren trägt die Phäomelaninsynthese zur Aufrechterhaltung der Cystein-Homöostase bei, indem überschüssiges Cystein in inertes Pigment umgewandelt wird. Dies könnte erklären, warum Phäomelanin-fördernde genetische Varianten trotz ihres Zusammenhangs mit einem erhöhten Melanomrisiko bestehen bleiben.

Männliche links und weibliche rechts Zebrafinken Das orangefarbene Gefieder des Männchens wird durch das Pigment Phäomelanin gefärbt das auch in der menschlichen Haut und in rotem Haar vorkommt Phäomelanin wird mit einem erhöhten Melanomrisiko in Verbindung gebracht erfüllt aber auch eine wichtige physiologische Funktion Es schützt vor den toxischen Wirkungen die ein Überschuss der Aminosäure Cystein in der Nahrung hervorrufen kann Weibliche Zebrafinken die im Gegensatz zu den Männchen kein Phäomelanin produzieren erleiden Zellschäden bei einer hohen Cysteinzufuhr über die Nahrung

Credits
Ismael Galván

Journal

PNAS Nexus

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The Editors in Chief of labnews.ai are Marita Vollborn and Vlad Georgescu. They are bestselling authors, science writers and science journalists since 1994.More details about their writing on X-Press Journalistenbüro (https://xpress-journalisten.com).More Info on Wikipedia:About Marita: https://de.wikipedia.org/wiki/Marita_Vollborn About Vlad: https://de.wikipedia.org/wiki/Vlad_Georgescu
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