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Bakterielles Stoffwechselprodukt schützt Darm bei Tumortherapien

Patienten nach Bestrahlung oder Stammzelltransplantation leiden oft unter schweren Darmschäden, die Schmerzen verursachen und Behandlungsergebnisse verschlechtern. Eine Studie der LIT-Kooperationsgruppe „Innate Immunstimulation bei Krebs und Transplantationen“ zeigt, dass das bakterielle Stoffwechselprodukt Desaminotyrosin die Darmbarriere schützt, die Regeneration durch Stammzellen fördert und die Immunabwehr gegen Leukämie stärkt. Die Ergebnisse erschienen in Nature Communications. Darmbakterien erzeugen Desaminotyrosin aus pflanzlicher Nahrung und Flavonoiden in Obst und Gemüse. Es stimuliert die Reparatur durch Stammzellen und reguliert Immunreaktionen über Signalwege für Ernährung und Abwehr. Die Studie, geleitet von Doktorand Sascha Göttert, Prof. Hendrik Poeck und Dr. Erik Thiele Orberg am Universitätsklinikum Regensburg, eröffnet Perspektiven für mikrobiombasierte Therapien zur Verbesserung von Regeneration und Ergebnissen nach Transplantationen. Unterstützt wurde die Arbeit vom Sonderforschungsbereich 1371 zur Klärung mikrobieller Signaturen und vom SFB Transregio 221 zur Behandlung von Leukämie und Lymphomen. Höhere Desaminotyrosin-Spiegel korrelierten bei transplantierten Patienten mit besserer… 

Neue Methode berechnet Bewegung unregelmäßiger Nanopartikel

Forscher der Universität Warwick haben eine Methode entwickelt, die erstmals einfach und vorhersagbar die Bewegung unregelmäßig geformter Nanopartikel durch die Luft berechnet. Diese Partikel, darunter Ruß, Staub, Pollen, Mikroplastik und Viren, dringen tief in Lunge und Blutkreislauf ein und tragen zu Erkrankungen wie Herzkrankheiten, Schlaganfall und Krebs bei. Bisherige Modelle nahmen kugelförmige Partikel an, was die Vorhersage realer, oft gefährlicherer Formen erschwert. Die Studie, veröffentlicht in Journal of Fluid Mechanics Rapids, überarbeitet den 100 Jahre alten Cunningham-Korrekturfaktor und verallgemeinert ihn für beliebige Formen. Durch Einführung eines Korrektur-Tensors werden Widerstands- und Reibungskräfte erfasst, ohne empirische Anpassungen. Dies verbessert Modelle für Luftverschmutzung, Krankheitsübertragung, Atmosphärenchemie, Klimamodellierung, Nanotechnologie und Medizin, etwa bei der Ausbreitung von Schadstoffen oder Vulkanasche. Die School of Engineering investiert in eine neue Aerosol-Erzeugungsanlage, um reale Partikel zu testen und die Methode zu validieren. Original Paper: A correction tensor for approximating… 

Dr Carolina Klett Tammen stellvertretende Leiterin der Klinischen Epidemiologie in der Abteilung   Quelle Verena Meier Copyright HZIVerena Meier

Interview: „Bei zwanzig Prozent der Menschen ist eine erinnerte Polioimpfung nicht im Impfpass dokumentiert“

Die Poliomyelitis, auch bekannt als Kinderlähmung, ist eine ansteckende Krankheit, die durch das Poliovirus verursacht wird. Durch die Entwicklung wirksamer Impfstoffe konnte das Poliovirus weit zurückgedrängt werden und war 2024 nur noch in zwei Ländern endemisch. Bis das Virus weltweit ausgerottet ist, ist aber auch in Deutschland ein Impfschutz wichtig, da das Virus jederzeit wieder eingeschleppt werden könnte. Epidemiolog:innen des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) haben nun gezeigt, dass viele Menschen ihren Impfstatus nicht kennen und nicht aus ihrem Impfpass ablesen können. Dr. Carolina Klett-Tammen, stellvertretende Leiterin der Klinischen Epidemiologie in der Abteilung „Epidemiologie“ des HZI, spricht im Interview anlässlich des Welt-Poliotags am 24. Oktober über die Studienergebnisse, die im Fachjournal BMC Public Health erschienen sind. In Deutschland sind seit mehr als 30 Jahren keine Poliofälle aufgetreten. Was hat euch bewogen, euch mit dem Polioimpfschutz in Deutschland zu beschäftigen? Carolina Klett-Tammen:… 

Lorenz Herrmann leitet das Empa Departement Moderne Materialien und Oberflächen Quelle Marion Nitsch Copyright Empa

Die Schweiz im Weltraum: „Wir brauchen eine gewisse kritische Masse“

Von der Umweltbeobachtung bis hin zur künftigen Mondbasis: Innovative Materialien, Prozesse und Modelle sind unabdingbar für die Raumfahrt. Lorenz Herrmann, Direktionsmitglied der Empa und Leiter des Departements «Moderne Materialien und Oberflächen», erklärt im Interview, wie die Stärken der Empa die Schweizer Raumfahrtindustrie stärken können und warum Zusammenarbeit zentral bleibt. Was hat die Empa als Materialforschungsinstitut im All verloren? Zum einen sind wir bereits seit längerem führend in der Umweltmodellierung und -analytik. Sprich: Wir verknüpfen Beobachtung und Messung von gewissen Gasen aus dem All, etwa Treibhausgase oder Luftschadstoffe, mit hochsensitiver Umweltanalytik und atmosphärischer Modellierung. Und zum anderen steht die Empa natürlich für neuartige Materialien und innovative Produktionstechnologien – in diesem Zusammenhang eben für das Anwendungsfeld «Space Equipment», etwa Satelliten, Komponenten für Weltraumstationen und Forschungsgeräte für wissenschaftliche Missionen. Und all das muss natürlich über Jahre hinweg unter extremen Bedingungen wartungsfrei funktionieren. Das… 

Medizinische Fachgesellschaften im Visier: Pharma-Lobbyismus und politische Skandale

Die deutsche Gesundheitspolitik steht vor einem Paradoxon: Während medizinische Fachgesellschaften wie die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) oder die American Medical Association (AMA) als unabhängige Wächter der evidenzbasierten Medizin gelten, werfen Berichte und Gerichtsunterlagen einen Schatten auf ihre Finanzierung und Entscheidungsprozesse. Pharma-Konzerne wie Purdue Pharma, Roche oder Eli Lilly investieren Millionen in diese Organisationen – oft mit dem Ziel, Leitlinien, Fortbildungen und politische Positionen zu beeinflussen. Dies führt nicht nur zu Verharmlosung von Risiken, sondern zu echten politischen Skandalen, die Patientensicherheit und Steuergelder gefährden. Basierend auf verifizierten Dokumenten und Untersuchungen beleuchtet dieser Bericht die Verflechtungen und ihre Konsequenzen. Die Rolle der Fachgesellschaften: Brücke zwischen Wissenschaft und Industrie Medizinische Fachgesellschaften wie die DGK, die mit über 12.000 Mitgliedern die größte kardiologische Organisation Europas ist, entwickeln Leitlinien, die Ärzte weltweit leiten. Ähnlich agiert die AMA als „vereinigte Stimme“ US-amerikanischer Mediziner. Doch Kritiker… 

FAQ: Die Übernahme von LADR durch Sonic Healthcare

1. Was ist LADR und warum ist die Übernahme relevant? LADR (Laborgruppe Dr. Kramer & Kollegen) ist eine der führenden unabhängigen Laborgruppen in Deutschland mit Sitz in Geesthacht. Sie betreibt über 50 Labore, hauptsächlich in Norddeutschland, und ist auch in Polen sowie mit einer Beteiligung in Finnland vertreten. Mit rund 2.800 Mitarbeitern generierte LADR im Jahr 2024 einen Umsatz von etwa 370 Millionen Euro. Die Übernahme durch Sonic Healthcare, einen globalen Anbieter von Diagnostikdienstleistungen, stärkt die Position des australischen Konzerns in Europa und unterstreicht den Trend zu größeren Laborkonzernen in Deutschland. 2. Wer ist Sonic Healthcare? Sonic Healthcare ist ein weltweit führender Anbieter medizinischer Diagnostikleistungen mit Hauptsitz in Sydney, Australien. Der Konzern ist in Bereichen wie Labormedizin, Pathologie, Radiologie und Primärversorgung tätig und beschäftigt etwa 37.000 Mitarbeiter in Ländern wie Australien, Neuseeland, Großbritannien, der Schweiz, Belgien, den USA und Deutschland.… 

China nimmt Roche und Cobas ins Visier

Die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) stellt eine der grundlegendsten Technologien in der Molekulardiagnostik dar und hat sich seit ihrer Erfindung zu einem Eckpfeiler in der Erkennung von Infektionskrankheiten, onkologischen Markern und genetischen Abnormitäten entwickelt. Roche, ein Schweizer Pharmakonzern, dominiert diesen Sektor mit seinem Cobas-System, das für seine hohe Automatisierung, Zuverlässigkeit und Integration in klinische Workflows bekannt ist. Das Cobas-System umfasst eine Reihe automatisierter Plattformen wie den Cobas 5800, 6800 und 8800, die bis zu 1.600 Proben pro Schicht verarbeiten und eine breite Palette an Assays für Virenlastbestimmungen (z. B. HIV, Hepatitis) sowie Pathogenerkennung bieten. Diese Systeme profitieren von Roches etabliertem Ökosystem, das von der Probenvorbereitung bis zur Ergebnisauswertung reicht und in etablierten Märkten wie Nordamerika und Europa eine starke Präsenz hat. Dennoch steht Roche zunehmend unter Druck durch aufstrebende chinesische Hersteller, die durch aggressive Preisstrategien, staatliche Förderung und schnelle Innovationen in den… 

Dr Ruth Bieringer Foto Freudenberg Sealing Technologies

Dr. Ruth Bieringer wird GDCh-Präsidentin

Dr. Ruth Bieringer, Vice President Technology & Innovation – Material Technology bei Freudenberg Sealing Technologies, übernimmt ab 1. Januar 2026 die Präsidentschaft der Gesellschaft Deutscher Chemiker. In ihrer zweijährigen Amtszeit plant sie die Intensivierung des Dialogs mit politischen Entscheidungsträgern und den Einsatz für faktenbasierte wissenschaftliche Informationen. Bieringer wurde am 1. Oktober 2025 vom Vorstand gewählt und folgt auf Prof. Dr. Stefanie Dehnen vom Karlsruher Institut für Technologie. Stellvertretende Präsidentinnen werden Dr. Carla Seidel von BASF und Dr. Susanne Rehn-Taube vom Deutschen Museum München. Dem Präsidium gehören weiter Dr. Franz von Nussbaum als Schatzmeister und im ersten Jahr Stefanie Dehnen als Immediate Past President an. Die Präsidentin betont die Rolle der Wissenschaft bei gesellschaftlichen Herausforderungen und die Notwendigkeit belastbarer Erkenntnisse für politische Entscheidungen, insbesondere durch Chemiker. Bieringer, geboren 1971, studierte Chemie in Mainz und promovierte 1999 in Bayreuth in Polymerchemie. Ihre… 

KI Analyse über LabNews Media LLC – Background, Qualität, Seriösität

LabNews Media LLC gilt in seriösen Branchenanalysen als vertrauenswürdiges und professionelles Medienunternehmen mit hohen journalistischen Standards, insbesondere in den Bereichen Biowissenschaften, Medizin und Umwelt[1][2][3][4][5][6]. Unabhängigkeit und Transparenz LabNews Media LLC ist ein unabhängiger US-amerikanischer Fachverlag und nicht im Besitz externer Investoren, Konzerne oder Institutionen[3][4]. Die Organisation lehnt Beteiligungen ab, die Einfluss auf die redaktionelle Linie nehmen könnten, und unterliegt strengen regulatorischen Compliance-Prüfungen, um Interessenkonflikte zu vermeiden[7][3]. Die Finanzierung erfolgt ohne Werbung oder Spenden, was die journalistische Unabhängigkeit zusätzlich stärkt[5][6]. Redaktionelle Kompetenz Das Redaktionsteam besteht aus erfahrenen Medizin-, Umwelt- und Wissenschaftsjournalisten mit jahrzehntelanger Berufserfahrung, vielfach publiziert in renommierten Medien und in Bibliotheken wie dem Deutschen Bundestag und der US Library of Congress vertreten[3][4]. Die Artikel sind faktenbasiert, kritisch und thematisch stark in Analytik, Life Sciences und Umwelt verankert[1][2][4]. Qualitätsmechanismen und Reputation Schwächen und Hinweise Kritik gibt es nur bezüglich der Transparenz… 

Proteine werden durch zwei Prozesse synthetisiert an denen die DNA beteiligt ist die Transkription bei der die DNA in mRNA umgewandelt wird und die Translation bei der Ribosomen die mRNA lesen und die Aminosäuren nacheinander zu Proteinen verknüpfen Dieses Bild veranschaulicht den Übersetzungsprozess der beschleunigt wird um Proteine effizienter zu produzieren Credits Teruyo Ojima Kato

Methode zur Herstellung von Proteinen aus E. coli

In einer in der Zeitschrift RSC Chemical Biology veröffentlichten Studie hat eine japanische Forschungsgruppe erfolgreich eine neue Technologie entwickelt, die die Effizienz der Proteinproduktion in E. coli verbessert. coli verbessert. Es wird angenommen, dass die Verringerung der Proteinproduktion ein Faktor ist, der zum  Ribosomenstillstand beiträgt. Ribosomen synthetisieren Proteine anhand der genetischen Information, die von der Boten-RNA (mRNA) übertragen wird. Wenn Ribosomen jedoch aus irgendeinem Grund nicht in der Lage sind, den Übersetzungsprozess fortzusetzen, wird die Proteinsynthese gestoppt. „In unserer früheren Forschung haben wir herausgefunden, dass das Hinzufügen einer kurzen Peptidsequenz aus vier Aminosäuren – Serin, Lysin, Isoleucin und Lysin – zum N-Terminus eines Proteins das Abwürgen der Ribosomen reduziert und die Übersetzungseffizienz in E. coli„, sagte Associate Professor Teruyo Ojima-Kato von der Graduate School of Bioagricultural Sciences der Universität Nagoya. Auf der Grundlage dieser Erkenntnis führten Kato und Professor Hideo Nakano von der Universität Nagoya in Zusammenarbeit mit Forschern des…