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Multiple Sklerose in England mehr als verdoppelt – Überlebensraten steigen deutlich

Die Prävalenz der Multiplen Sklerose (MS) in England hat sich zwischen 2000 und 2020 mehr als verdoppelt und stieg jährlich um sechs Prozent. Heute leben schätzungsweise 190.000 Menschen mit der Erkrankung in England. Das geht aus einer groß angelegten Studie von Forschern der University College London (UCL) und des Imperial College London hervor, die am 23. März 2026 in JAMA Neurology erschienen ist. Die Zunahme der standardisierten Prävalenz von 107 auf 232 Fälle pro 100.000 Einwohner ist vor allem auf verbesserte Diagnosemöglichkeiten und eine deutlich längere Lebenserwartung der Betroffenen zurückzuführen. Die Analyse basiert auf mehr als 30 Jahren Primär- und Sekundärdaten aus der englischen Gesundheitsversorgung von 1990 bis 2023. MS-Fälle wurden anhand von Diagnosedokumenten, Medikamentenverordnungen und Krankenhausdaten identifiziert. Die Überlebensraten haben sich im Untersuchungszeitraum erheblich verbessert. Menschen, die später im Beobachtungszeitraum diagnostiziert wurden, erreichten häufiger ein Alter von 80 Jahren… 

Explainer: Tumefaktische Multiple Sklerose (tMS)

Tumefaktische Multiple Sklerose (TMS) ist eine seltene Variante der MS mit tumorähnlichen Herden, die klinisch und radiologisch oft Hirntumoren oder Abszessen ähneln und deshalb diagnostisch anspruchsvoll sind.[1][2] Definition und klinisches Bild Diagnose: Bildgebung und Differenzialdiagnose Ziel der Diagnostik ist, eine demyelinisierende Erkrankung sicher von Neoplasien (v.?a. hochgradige Gliome, ZNS-Lymphome), Abszessen und vaskulären Läsionen zu unterscheiden.[5][3][2] Bildgebung Liquor und Labor Biopsie Therapie: Akutbehandlung und Langzeitstrategie Die Therapie richtet sich nach dem Schweregrad, dem klinischen Verlauf und der Frage, ob es sich um eine monophasische Läsion oder den Beginn einer chronisch-rezidivierenden MS handelt.[4][8][2] Akuttherapie Langzeitimmuntherapie Prognose und Verlaufsaspekte Die prognostische Spannweite reicht von monophasischen, gutartigen Verläufen bis hin zur Manifestation einer chronisch-rezidivierenden MS; insgesamt scheint die Langzeitprognose jedoch eher günstig zu sein, sofern die Erkrankung früh erkannt und adäquat behandelt wird.[4][7][11] Praxisrelevante Kernpunkte für die Klinik Quellen:[1] Diagnostic Challenges and Radiological Spectrum… 

Genetic risk factor and Epstein-Barr virus trigger MS. Credits: LabNews Media LLC

Genetic risk factor and Epstein-Barr virus trigger MS

Multiple sclerosis (MS) is one of the most complex and difficult-to-understand autoimmune diseases of the central nervous system. For years, infection with the Epstein-Barr virus (EBV) has been considered by far the strongest known environmental factor: Almost 100% of MS patients are EBV-infected, while in the general population, "only" about 95% carry the virus. A symptomatic primary infection in adolescence or young adulthood (infectious mononucleosis) increases the risk of MS by a factor of 20–30. Nevertheless, EBV alone is not sufficient – the vast majority of those infected do not develop MS. Now, researchers at the University of Zurich (UZH) led by Roland Martin have published a study that shows for the first time at the molecular level exactly how the interplay between the virus and one of the most important genetic risk factors – the HLA-DR15 haplotype – triggers the autoimmune reaction against the myelin sheath. The key: HLA-DR15 and molecular mimicry HLA-DR15 is by far the strongest genetic risk factor for...