Adoleszenz endet erst mit Anfang 30
Das menschliche Gehirn entwickelt sich nicht kontinuierlich, sondern in fünf klar abgegrenzten Epochen, die durch vier große Umbauphasen voneinander getrennt sind. Dies zeigt eine großangelegte Studie der University of Cambridge, die am 25. November 2025 in Nature Communications erschienen ist und die Gehirnstruktur von 3.802 Personen im Alter von 0 bis 90 Jahren mittels Diffusions-MRT analysiert hat. Die fünf Lebensphasen der neuronalen Vernetzung lauten: Der stärkste Umbruch erfolgt demnach erst um das 32. Lebensjahr – deutlich später als die klassische Vorstellung vom Ende der Adoleszenz mit 18 oder 21. Erst ab diesem Alter stabilisiert sich die Gehirnstruktur für die kommenden drei Jahrzehnte weitgehend. Die Forscher sehen darin eine neurobiologische Erklärung dafür, warum Intelligenz und Persönlichkeit in den Dreißigern oft ein Plateau erreichen. Die Studie macht auch deutlich, warum bestimmte Störungen typischerweise in bestimmten Lebensphasen auftreten: Lern- und Aufmerksamkeitsprobleme häufen sich…










