Neues Antibiotikum gegen Lyme-Borreliose
Lyme-Borreliose, eine Krankheit, die übertragen wird, wenn Hirschzecken infizierte Tiere wie Hirsche und Nagetiere fressen und anschließend Menschen beißen, betrifft in den USA jährlich fast eine halbe Million Menschen. Selbst in akuten Fällen kann Lyme verheerende Folgen haben; eine frühzeitige Behandlung mit Antibiotika kann jedoch chronischen Symptomen wie Herz- und Nervenproblemen sowie Arthritis vorbeugen. Wissenschaftler der Northwestern University haben herausgefunden, dass Piperacillin, ein Antibiotikum aus der gleichen Klasse wie Penicillin, Mäuse mit Lyme-Borreliose wirksam heilte – und zwar mit einer 100-mal geringeren Dosis als die wirksame Dosis von Doxycyclin, dem aktuellen Goldstandard. Laut der Studie, die am 23. April in der Fachzeitschrift Science Translational Medicine veröffentlicht wird, hatte Piperacillin in dieser niedrigen Dosis zudem den Vorteil, „praktisch keine Auswirkungen auf die Darmflora zu haben“. Doxycyclin und andere generische Antibiotika hingegen zerstören das Mikrobiom, töten nützliche Darmbakterien ab und verursachen beunruhigende Nebenwirkungen, obwohl…
