Sucht: GLP-1-Medikamente senken Risiko für Substanzstörungen
Medikamente aus der Klasse der GLP-1-Rezeptoragonisten (GLP-1-RA) wie Semaglutid und Tirzepatid sind mit einem deutlich geringeren Risiko für die Entstehung und die schweren Komplikationen von Substanzgebrauchsstörungen verbunden – und das unabhängig von der betroffenen Substanz. Dies zeigt eine große Kohortenstudie der Washington University School of Medicine in St. Louis an mehr als 600.000 US-Veteranen mit Typ-2-Diabetes. Die Analyse umfasste elektronische Gesundheitsdaten von 606.434 Patienten mit Typ-2-Diabetes. Verglichen wurden Personen, die GLP-1-RA erhielten (meist Semaglutid, Liraglutid oder Dulaglutid), mit solchen, die andere Diabetesmedikamente (SGLT2-Inhibitoren) bekamen. Der Beobachtungszeitraum betrug bis zu drei Jahre ab Therapiebeginn. Bei 524.817 Teilnehmern ohne vorbestehende Substanzstörung war die Einnahme von GLP-1-RA mit einem um 14 Prozent geringeren Risiko für die Neuentstehung einer Substanzgebrauchsstörung assoziiert. Substanzspezifisch sanken die Risiken um 18 Prozent (Alkohol), 14 Prozent (Cannabis), 20 Prozent (Kokain und Nikotin) sowie 25 Prozent (Opioide). Pro 1.000 GLP-1-Anwender…

