Saltar al contenido

Umfrage zeigt ethische Bedenken bei KI in der Kinderchirurgie

Eine Umfrage unter nigerianischen Kinderchirurgen offenbart erhebliche ethische und praktische Hürden bei der Einführung von Künstlicher Intelligenz in der Kinderchirurgie. Die Studie hebt Bedenken zu Verantwortlichkeit, informierter Einwilligung, Datenschutz und regulatorischer Vorbereitung hervor. Weltweit verändert KI die medizinische Dateninterpretation, Risikoprognose und Entscheidungsfindung. In der Kinderchirurgie erschweren jedoch die eingeschränkte Autonomie von Kindern, elterliche Entscheidungsfindung und hohe Risiken die Integration. In ressourcenarmen Regionen verstärken Infrastrukturmängel und Datenverzerrungen die Probleme. Das Team des Federal Medical Centre Umuahia befragte 88 Kinderchirurgen aus allen geopolitischen Zonen Nigerias. Nur ein Drittel hatte KI je genutzt, meist für Literaturrecherche oder Dokumentation, selten für Diagnose, Bildauswertung oder Simulation. Ethische Bedenken waren weit verbreitet: Verantwortung bei Fehlern, Komplexität der elterlichen Einwilligung, Datensicherheit, algorithmische Bias, reduzierte menschliche Kontrolle und unklare Haftung. Viele forderten stärkere Regulierung, klare Richtlinien und Schulungen. Das Vertrauen in bestehende Rechtsrahmen ist gering. Die Studie plädiert… 

KI revolutioniert Überwachung von Infektionskrankheiten

Forscher haben die Rolle von Künstlicher Intelligenz in der Überwachung und Vorhersage von Epidemien beleuchtet. Die Technologie ermöglicht Echtzeit-Analyse großer Datenmengen und frühe Erkennung von Ausbrüchen, was die globale Belastung durch Infektionskrankheiten verringern könnte. Infektionskrankheiten verursachen jährlich Millionen Todesfälle und einen hohen Anteil an DALYs, insbesondere in Ländern mit niedrigem Einkommen. Faktoren wie Klimawandel, Urbanisierung und Migration fördern die Ausbreitung. Traditionelle Überwachungssysteme reichen oft nicht aus, um den raschen Anstieg von CO2 und pathogenen Bedrohungen zu bewältigen. Maschinelles Lernen analysiert Daten aus elektronischen Gesundheitsakten, Überwachungssystemen und Social Media, um Muster zu erkennen, Übertragungsdynamiken zu modellieren und Vorhersagen zu treffen. Algorithmen wie Support Vector Machines, Random Forests und Deep Learning werden eingesetzt, um Ausbrüche von Malaria, Influenza und Arbovirus-Infektionen vorherzusagen. Beispiele zeigen hohe Genauigkeit: Modelle kombinieren Satellitendaten zu Vegetation und Niederschlag mit Fallberichten, um Malaria-Epidemien zu prognostizieren. Ensemble-Modelle integrieren Suchanfragen, Social-Media-Posts… 

Neue Technik zeigt zellgenaue Verteilung von Medikamenten im Körper

Forscher des Scripps Research Institute haben eine Bildgebungsmethode entwickelt, die sichtbar macht, an welchen einzelnen Zellen im gesamten Körper ein Medikament bindet. Die Technik namens vCATCH könnte Nebenwirkungen erklären und die Entwicklung sicherer Arzneimittel erleichtern. Bisherige Methoden erlaubten nur grobe Schätzungen, in welchen Organen ein Wirkstoff ankommt. vCATCH basiert auf der Click-Chemie und funktioniert bei kovalenten Medikamenten, die dauerhaft an ihre Ziele binden. Den Wirkstoffen wird eine kleine chemische Markierung angehängt. Nach Bindung in Geweben wird ein fluoreszierender Marker angekoppelt, der die Bindungsstellen leuchten lässt. Mehrere Behandlungszyklen mit Kupfer und Marker überwinden frühere Einschränkungen und ermöglichen tiefe Penetration in Organe wie Gehirn, Herz und Lunge. An zwei Krebsmedikamenten getestet, bestätigte die Methode bekannte Bindungen von Afatinib in der Lunge. Bei Ibrutinib, das Herzrhythmusstörungen und Blutungen verursachen kann, zeigte sich unerwartete Bindung an Immunzellen in Leber, Herzgewebe und Blutgefäßen – mögliche… 

Zunehmende Gewalt in Krankenhäusern: Jahresrückblick 2025

Im Jahr 2025 hat die Gewalt gegen Beschäftigte in Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen weltweit weiter zugenommen. Berichte aus Deutschland, den USA und internationalen Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigen einen anhaltenden Trend zu physischen und verbalen Übergriffen, der das Personal belastet, die Versorgungsqualität beeinträchtigt und hohe Kosten verursacht. Besonders betroffen sind Notaufnahmen, Pflegekräfte und Frauen. Ursachen wie lange Wartezeiten, gesellschaftlicher Respektverlust und psychische Belastungen verstärken das Problem. Trotz Präventionsmaßnahmen fordern Verbände und Organisationen strengere Schutzregelungen. Global hat die WHO bis Mitte Dezember 2025 insgesamt 1283 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen, Personal, Patienten, Lieferungen und Ambulanzen dokumentiert. Diese Vorfälle führten zu 1980 Todesfällen und 1163 Verletzungen unter Gesundheitsarbeitern und Patienten. Die Angriffe ereigneten sich vor allem in Konfliktregionen wie der Demokratischen Republik Kongo, Gaza, Haiti, Syrien, Sudan und der Ukraine, aber auch in nicht-konfliktbelasteten Ländern. Die Häufigkeit solcher Ereignisse ist in den letzten Jahren… 

Technik macht sichtbar wohin Medikamente im Körper gelangen

Wohin gelangt ein Medikament im Körper? Bei den meisten Medikamenten können Wissenschaftler diese Frage nur mit fundierten Vermutungen beantworten. Traditionelle Methoden messen zwar die Konzentration eines Medikaments in Organen wie der Leber, aber sie können nicht genau bestimmen, an welche Zellen das Medikament bindet – oder unerwartete Wirkungsorte aufdecken. „Normalerweise haben wir so gut wie keine Ahnung, wie ein Medikament, nachdem es in den Körper gelangt ist, tatsächlich mit seinem Zielmolekül interagiert“, sagt Professor Li Ye, Inhaber des N. Paul Whittier-Lehrstuhls am Scripps Research Institute und Forscher am Howard Hughes Medical Institute. „Es war bis jetzt eine Blackbox.“ Ye und Kollegen haben eine bahnbrechende Bildgebungstechnik entwickelt, die die einzelnen Zellen sichtbar macht, an die Medikamente im gesamten Körper einer Maus binden. In einer heute in Cell veröffentlichten Studie nutzten sie ihre Methode – genannt vCATCH – um zwei häufig verschriebene… 

Northwell Health und START eröffnen modernes Zentrum für frühe Krebsstudien in New York

Northwell Health und The START Center for Cancer Research haben mit einer feierlichen Ribbon-Cutting-Zeremonie das Northwell-START New York-Long Island eröffnet. Das Zentrum stellt eine Investition von 5,7 Millionen US-Dollar dar und umfasst 10.000 Quadratfuß (ca. 930 Quadratmeter) hochmoderne Einrichtungen für frühe Phase-I-Onkologie-Studien. Es ist der erste START-Standort in New York und Teil des weltweit größten Netzwerks community-basierter früher Onkologie-Studienzentren. Das Zentrum befindet sich im R.J. Zuckerberg Cancer Center von Northwell und bietet Patienten vor Ort Zugang zu innovativen Therapien, ohne weite Reisen. Ausstattung: Vollständiges Forschungsteam, 14 Infusionsplätze, sechs private Untersuchungsräume, eigenes pharmakokinetisches Labor sowie Apotheke für gefährliche und ungefährliche Substanzen. Es grenzt direkt an Diagnostik, Molekulartests und weitere Fachbereiche an. „Diese Partnerschaft verändert grundlegend den Zugang zu neuartigen Therapien“, erklärte Richard Barakat, MD, Physician-in-Chief des Northwell Cancer Institute. Northwell behandelt mehr Krebspatienten in New York als jedes andere System. Nick… 

QOL Medical übernimmt Evoke Pharma

QOL Medical, LLC hat die Übernahme von Evoke Pharma, Inc. (ehemals NASDAQ: EVOK) erfolgreich abgeschlossen. Das Tender Offer von QOL-EOS Merger Sub, Inc., einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft von QOL Medical, zum Erwerb aller ausstehenden Aktien von Evoke zu 11,00 US-Dollar je Aktie in bar ist am 15. Dezember 2025 abgelaufen und wurde nicht verlängert. Bis zum Ablaufdatum wurden etwa 1.164.862 Aktien gültig angedient und nicht zurückgezogen, was rund 67,63 Prozent der ausstehenden Aktien entspricht. Im Anschluss an das Tender Offer fusionierte die Merger Sub mit Evoke. Nicht angediente Aktien wurden annulliert und in das Recht umgewandelt, denselben Barpreis von 11,00 US-Dollar je Aktie zu erhalten (vorbehaltlich etwaiger Einbehaltungen und ohne Zinsen, unter Berücksichtigung von Bewertungsrechten). Evoke ist damit eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von QOL Medical geworden. Der Handel mit Evoke-Aktien an der Nasdaq wurde vor Handelsbeginn am 17. Dezember 2025 eingestellt. Das… 

CMS kündigt Update für ICD-10-PCS und MS-DRGs an

Baltimore (CMS) – Die Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS) werden zum 1. April 2026 insgesamt 80 neue Prozedurcodes in das International Classification of Diseases, Tenth Revision, Procedure Coding System (ICD-10-PCS) einführen. Die entsprechenden Code-Tabellen, der Index sowie zugehörige Addenda-Dateien sind auf der CMS-Website verfügbar. Für die International Classification of Diseases, Tenth Revision, Clinical Modification (ICD-10-CM) ist zum selben Datum lediglich eine Aktualisierung der Tabellar- und Alphabetischen Index-Addenda vorgesehen; neue Diagnosecodes werden nicht implementiert. Zur Anpassung an die neuen Prozedurcodes wird die ICD-10 MS-DRG Version 43.1 Grouper-Software, das Definitions Manual sowie das Medicare Code Edits Version 43.1 Manual ab dem 1. Februar 2026 bereitgestellt. Diese gelten für Entlassungen ab dem 1. April 2026. Weitere Informationen und Dateien finden sich auf den entsprechenden CMS-Seiten zu ICD-10-Codes und MS-DRG-Klassifikationen.

Knackgeräusche nach Implantation einer Knievollprothese: Ein häufiges und meist harmloses Phänomen

Die Implantation einer Knievollprothese (Totalendoprothese des Knies, TEP) ist eine der erfolgreichsten Operationen in der Orthopädie und lindert bei den meisten Patienten starke Arthrose-bedingte Schmerzen. Viele Patienten berichten jedoch in den ersten Monaten oder Jahren nach der Operation über Geräusche aus dem künstlichen Gelenk – wie Klicken, Knacken oder Clunken. Besonders beim lockeren Wackeln des Beins oder bei Bewegungen ohne Belastung sind diese Geräusche wahrnehmbar. Wenn keine Schmerzen damit einhergehen, handelt es sich in der Regel um ein benignes, harmloses Phänomen. Ursachen für die Geräusche Das künstliche Kniegelenk besteht aus Metallkomponenten (meist an Femur und Tibia) und einem Kunststoff-Inlay (Polyethylen), die präzise aneinander gleiten. Mögliche Gründe für Knack- oder Klickgeräusche sind: Diese Geräusche sind physiologisch und kein Zeichen für eine Lockerung der Prothese oder einen Defekt. Häufigkeit und Verlauf Wann ist es harmlos? Solange die Geräusche schmerzfrei sind und keine… 

FDA erweitert Zulassung für Roche-Diagnostika zur Identifikation von Patienten mit HER2-positivem metastasiertem Brustkrebs für Enhertu-Therapie

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat die Zulassung für zwei Diagnostika von Roche erweitert. Der PATHWAY anti-HER2/neu (4B5) Rabbit Monoclonal Primary Antibody-Test sowie der VENTANA HER2 Dual ISH DNA Probe Cocktail-Test dürfen nun zur Identifikation von Patienten mit HER2-positivem metastasiertem Brustkrebs eingesetzt werden, die potenziell für eine Behandlung mit dem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Enhertu (Trastuzumab-Deruxtecan) in Frage kommen. Enhertu wird von Daiichi Sankyo entwickelt und gemeinsam mit AstraZeneca vermarktet. Bisher war der PATHWAY HER2 (4B5)-Test für die Erkennung von HER2-low- und HER2-ultralow-Expression bei metastasiertem Brustkrebs zugelassen. Durch die Erweiterung können die Tests nun in Kombination das gesamte Spektrum der HER2-Expression abdecken und Ärzten eine umfassendere Grundlage für personalisierte Therapieentscheidungen bieten. Der PATHWAY HER2 (4B5)-Test gilt als einziger zugelassener Test, der alle Stufen der HER2-Expression erfassen kann. Metastatischer Brustkrebs stellt weiterhin eine große Herausforderung dar, insbesondere bei jüngeren Patientinnen. Fortschritte in der Diagnostik tragen dazu…