Leitlinien-Therapie bei Herzinsuffizienz: Intravenöse Eisengabe schützt nur Männer – Frauen profitieren nicht prognostisch
Eine Auswertung der großen FAIR-HF2-Studie zeigt erstmals einen geschlechtsspezifischen Unterschied bei einer in den Leitlinien empfohlenen Therapie der Herzinsuffizienz: Die intravenöse Gabe von Eisen (Ferric-Carboxymaltose) verbessert bei Männern mit Eisenmangel und reduzierter Pumpfunktion (HFrEF) die Prognose signifikant – das Risiko für Herz-Kreislauf-Tod oder Klinikeinweisung sank um 26 Prozent. Bei Frauen hingegen brachte die Behandlung keinen Vorteil; im Gegenteil deutete sich sogar ein leicht erhöhtes Risiko an. Die Ergebnisse wurden im „European Journal of Heart Failure“ veröffentlicht. Die Studie umfasste 1.105 Patienten (737 Männer, 368 Frauen), die randomisiert Eisen oder Placebo erhielten. Während Männer klar profitierten, blieb bei Frauen der primäre Endpunkt (Herz-Kreislauf-Tod oder Klinikbehandlung wegen Herzinsuffizienz) unverändert oder tendenziell schlechter. Symptomatisch und funktionell besserten sich beide Geschlechter, doch die harte Prognose verbesserte sich nur bei Männern. Prof. Dr. Dr. Mahir Karakas vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Initiator und Hauptautor der Analyse,…










