Herstellung maßgeschneiderter 3D-Neuralchips gelungen
Kultiviertes Nervengewebe wird häufig als vereinfachtes Versuchsmodell in der Hirnforschung eingesetzt. Bestehende Geräte zur Züchtung und Aufzeichnung von Nervengewebe, die mithilfe von Halbleiterprozessen hergestellt werden, weisen jedoch Einschränkungen hinsichtlich der Formänderung und der Implementierung dreidimensionaler (3D) Strukturen auf. Durch unkonventionelles Denken gelang es einem KAIST-Forschungsteam, einen maßgeschneiderten 3D-Neuralchip zu entwickeln. Zunächst fertigten sie mit einem 3D-Drucker eine Hohlkanalstruktur an und füllten diese dann mithilfe der Kapillarwirkung automatisch mit leitfähiger Tinte, wodurch Elektroden und Verkabelung entstanden. Diese Errungenschaft dürfte die Gestaltungsfreiheit und Vielseitigkeit von Forschungsplattformen in der Hirnforschung und -technik deutlich erhöhen. Am 25. gab KAIST bekannt, dass ein Forschungsteam unter der Leitung von Professor Yoonkey Nam vom Department of Bio and Brain Engineering erfolgreich eine Plattformtechnologie entwickelt hat, die die Einschränkungen der traditionellen halbleiterbasierten Fertigung überwindet. Diese Technologie ermöglicht die präzise Herstellung von „3D-Mikroelektrodenarrays“ (neuronale Schnittstellen mit mehreren in einem…

