Ethische Debatte um liberale Eugenik: Heritable Polygenic Genome Editing in Singapur
Ein neuer Beitrag von Alexis Heng Boon Chin, veröffentlicht in der Nature Ecology & Evolution Community, beleuchtet die ethischen, rechtlichen und sozialen Implikationen der sogenannten „liberalen Eugenik“ (auch „neue Eugenik“ genannt) im Kontext von heritable polygenic genome editing in Singapur. Diese Technologie ermöglicht es Eltern, die Merkmale ihrer zukünftigen Kinder in einem marktorientierten System individuell auszuwählen, und könnte in einem Land wie Singapur, das stark auf hochqualifizierte Humankapitalressourcen angewiesen ist, an Bedeutung gewinnen. Liberale Eugenik: Individuelle Wahlfreiheit statt staatlicher Zwang Im Gegensatz zu historischen, staatlich gelenkten Eugenikprogrammen basiert die liberale Eugenik auf individueller Wahlfreiheit innerhalb eines kapitalistischen Systems. Eltern könnten dank Fortschritten in der heritablen polygenen Genbearbeitung komplexe Merkmale wie Intelligenz, körperliche Leistungsfähigkeit oder äußere Erscheinung (z. B. Körpergröße, Hautfarbe) gezielt beeinflussen. Diese Merkmale werden durch die Interaktion mehrerer Gene bestimmt, was die Technologie derzeit noch einschränkt, aber zukünftige Entwicklungen…
