Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Diagnostikbranche und ihre Vulnerabilität
Die deutsche Diagnostikbranche, insbesondere der Sektor der In-vitro-Diagnostika (IVD), steht im Jahr 2025 an einem entscheidenden Wendepunkt. Nach Jahren dynamischen Wachstums, getrieben durch die Corona-Pandemie und die damit einhergehende Nachfrage nach Testsystemen, ist die Branche nun mit einer Vielzahl struktureller und konjunktureller Herausforderungen konfrontiert. Diese betreffen sowohl die Wettbewerbsfähigkeit auf nationaler und internationaler Ebene als auch die Verwundbarkeit des Sektors gegenüber externen und internen Risiken. Im Folgenden werden die aktuelle Marktsituation, Innovationspotenziale, regulatorische Rahmenbedingungen und die zentralen Schwachstellen der Branche detailliert analysiert. Marktentwicklung und Wettbewerbsfähigkeit Im Jahr 2024 erzielte der deutsche Markt für In-vitro-Diagnostika einen Umsatz von 2,37 Milliarden Euro, was einem leichten Wachstum von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Bereich Life-Science-Research lag mit 3,07 Milliarden Euro leicht unter dem Vorjahreswert[1]. Damit stabilisieren sich die Märkte zwar über dem Niveau vor der Pandemie, es fehlen jedoch klare Wachstumsimpulse.…
