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Durchbruch: Liquid-Biopsie mit über 99-prozentig reiner ctDNA

Das US-Unternehmen VolitionRx Limited hat erstmals zirkulierende Tumor-DNA (ctDNA) mit einer Reinheit von über 99 Prozent aus Blutplasma isoliert und analysiert. Die neue Technologie mit dem Namen Capture-Seq soll die Früherkennung von Krebs und die Überwachung von Minimal Residual Disease (MRD) erheblich verbessern. Das größte Hindernis bei Liquid-Biopsie-Verfahren war bisher, dass der überwiegende Teil der zirkulierenden DNA aus gesunden Zellen stammt. Volition hat dieses Problem gelöst, indem es CTCF-gebundene DNA nutzt. In gesundem Plasma ist diese DNA praktisch nicht vorhanden, bei Krebspatienten stammt sie nahezu vollständig aus Tumorzellen. Das Verfahren besteht aus zwei Schritten: einer physikalischen Anreicherung der Probe und einer bioinformatischen Entfernung verbliebener gesunder DNA-Sequenzen. Dadurch entstehen nahezu reine Tumordna-Datensätze. Die Technologie richtet sich auf eine breite Palette potenzieller Biomarker und eignet sich sowohl für die Multi-Krebs-Früherkennung (MCED) als auch für die MRD-Überwachung. In ersten Kohorten zeigte die Methode… 

FDA veröffentlicht Entwurfsleitlinie zu Alternativen bei Tierversuchen in der Arzneimittelentwicklung

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat eine Entwurfsleitlinie herausgegeben, die Arzneimittelentwicklern helfen soll, neue methodische Ansätze (New Approach Methodologies, NAMs) anstelle von Tierversuchen zu validieren. Ziel ist es, sichere und wirksame Arzneimittel schneller auf den Markt zu bringen, gestützt auf humanzentrierte Daten. Die Leitlinie markiert einen weiteren Schritt auf dem Weg der FDA, Tierversuche als Standardmethode zur Sicherheitsprüfung von Arzneimitteln zu ersetzen. Sie richtet sich an das Zentrum für Arzneimittelbewertung und -forschung (CDER) und enthält allgemeine Empfehlungen zur Validierung von NAMs, wenn diese in Zulassungsanträgen oder im Rahmen von OTC-Monografien eingesetzt werden. Zu den NAMs zählen komplexe und zweidimensionale In-vitro-Studien, dreidimensionale Modelle wie Organoids, Sphäroide und Organe-auf-Chips, chemische Reaktivitätsuntersuchungen, Computersimulationen (In-silico-Modellierung) sowie Studien an phylogenetisch niederen Organismen wie Zebrafischen oder C. elegans. Solche Verfahren können Toxizitäten erkennen, Wirkmechanismen aufklären und die Vorhersagekraft nicht-klinischer Studien verbessern. Die Leitlinie legt vier Kernprinzipien für die… 

Memphis: Atemtest bestätigt bakterielle Infektionen mit Kohlenstoff-Isotop

Wissenschaftler des St. Jude Children’s Research Hospital und der University of California, San Francisco haben einen Atemtest entwickelt, der bakterielle Infektionen zuverlässig von viralen Infekten und nicht-infektiösen Entzündungen unterscheidet. Die Methode nutzt Mannitol, das mit dem natürlichen Kohlenstoff-Isotop C-13 angereichert ist und nur von infizierenden Bakterien abgebaut wird. Das dabei entstehende markierte Kohlendioxid wird ausgeatmet und mit einem kostengünstigen Infrarot-Spektrometer (NDIR) gemessen. Der Test erkennt Infektionen wie Myositis, Bakteriämie, Pneumonie und Osteomyelitis. Er wurde an gängigen Erregern wie Staphylococcus aureus, Streptococcus pneumoniae, Escherichia coli und Salmonella enterica erprobt. Herkömmliche Laborkulturen dauern Tage. Der neue Atemtest ermöglicht eine schnelle und breite Anwendung in Praxen und Notaufnahmen. Er könnte unnötige Antibiotika-Verordnungen reduzieren, da er klar zwischen bakteriellen und anderen Ursachen differenziert. Die Proof-of-Concept-Studie wurde am 18. März 2026 in der Fachzeitschrift ACS Central Science veröffentlicht. Die Autoren sehen in der Technologie einen… 

FDA warnt vor defekten Omnipod 5 Insulinpumpen-Pods mit Insulin-Leckage-Risiko

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat eine Early Alert zu bestimmten Omnipod 5 Insulin-Pods des Herstellers Insulet herausgegeben. Bei Pods aus betroffenen Chargen kann ein kleiner Riss im internen Schlauch entstehen, der zu einer Insulin-Leckage innerhalb des Pods führt. Dadurch besteht die Gefahr einer Unterdosierung von Insulin. Die Folge können erhöhte Blutzuckerwerte sein. Im schwersten Fall droht eine diabetische Ketoazidose (DKA), eine lebensbedrohliche Komplikation, die eine sofortige medizinische Behandlung erfordert. Insulet hat alle betroffenen Nutzer aufgefordert, die Pods aus bestimmten Chargen nicht mehr zu verwenden und sie aus dem Betrieb oder Verkauf zu nehmen. Bei einem Leckage-Alarm soll der Pod unverzüglich entfernt und ersetzt werden. Das Risiko einer Unterdosierung steigt, wenn mehrere Pods aus betroffenen Chargen nacheinander verwendet werden. Bis zum 12. März 2026 wurden 18 schwere Verletzungen im Zusammenhang mit dem Problem gemeldet. Todesfälle sind bislang nicht bekannt. Betroffene in den… 

Expertos en tuberculosis piden ampliar la cascada de atención a un enfoque social

Internationale Tuberkulose-Experten schlagen vor, die klassische Versorgungskaskade für Tuberkulose (TB) zu einer umfassenden Politik-Kaskade zu erweitern. Die Erweiterung soll Policymaker, Finanzierer und die Öffentlichkeit einbeziehen, um Lücken am Anfang und Ende der Kaskade zu schließen und ein ganzheitliches Vorgehen zu ermöglichen. In der am 18. März 2026 in PLOS Global Public Health veröffentlichten Opinion weisen die Autoren darauf hin, dass die herkömmliche Kaskade ausschließlich den klinischen Weg von Screening bis Behandlungsabschluss abbildet und etwa 95 Prozent der Bevölkerung ausblendet. Der wahre Ausgangspunkt müsse die gesamte Bevölkerung sein, nicht nur diejenigen, die von sich aus Hilfe suchen oder erreichbar sind. Am Ende fehle die systematische Nachsorge für Langzeitfolgen wie post-tuberkulöse Lungenkrankheiten, katastrophale Kosten und soziale Belastungen, die Familien in Armut stürzen. Die Experten um Luan Nguyen Quang Vo betonen, dass nur ein gesellschaftsweiter Ansatz die notwendige Finanzierung und Outreach sicherstellen könne.… 

Agentische KI und Cyberrisiken bedrohen Labormedizin

Das deutsche Gesundheitssystem bleibt eines der am stärksten exponierten Sektoren gegenüber Cyberbedrohungen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) stuft die IT-Sicherheitslage in Deutschland im Berichtszeitraum Juli 2024 bis Juni 2025 als weiterhin angespannt ein, ohne Grund zur Entwarnung. Der Gesundheitsbereich zählt zu den priorisierten Zielen, da Ausfälle unmittelbare Auswirkungen auf Patientenversorgung haben können. Im Jahr 2025 verursachten Cyberangriffe in deutschen Krankenhäusern Schäden in zweistelliger Millionenhöhe, während weltweite Folgen bereits im Milliardenbereich liegen. Die Labormedizin nimmt eine systemkritische Position ein. Sie unterstützt etwa 60–70 % aller medizinischen Diagnosen durch automatisierte Analysen von Blut, Gewebe und anderen Proben. Laborinformationssysteme (LIS) und Labor-Management-Systeme (LIMS) koordinieren Probenverwaltung, Analysegeräte-Ansteuerung, Ergebnisvalidierung und Befundübermittlung an Kliniken oder Praxen. Diese Systeme sind hochgradig vernetzt, oft mit Krankenhausinformationssystemen (KIS), Radiologieinformationssystemen (RIS) und Telematikinfrastruktur verknüpft. Störungen führen innerhalb weniger Stunden zu Engpässen bei Notfallparametern wie Blutgasanalysen, Gerinnungstests oder… 

ePAMedix entwickelt bessere Darstellung komplexer Medikationspläne in der elektronischen Patientenakte

Das Versorgungsforschungsprojekt ePAMedix hat zum Ziel, komplexe Medikationsschemata in der elektronischen Patientenakte (ePA) so aufzubereiten, dass sie für Patienten verständlich und für Ärzte sowie Apotheker fachlich präzise und hilfreich sind. Das Vorhaben wird vom Lehrstuhl für Medizinmanagement der Universität Duisburg-Essen (UDE) geleitet und vom Innovationsausschuss des Gemeinsamen Bundesausschusses mit 1,4 Millionen Euro bis Ende 2028 gefördert. Während einfache Medikationspläne bereits digital gut abbildbar sind, bereiten schrittweise Dosierungsanpassungen, Einschleich- und Ausschleichphasen oder Präparatewechsel erhebliche Probleme. Unklare oder unvollständige Darstellungen können Fehleinnahmen begünstigen und die Patientensicherheit gefährden. ePAMedix setzt genau an dieser Schnittstelle an und orientiert sich an der schrittweisen Einführung des digital gestützten Medikationsprozesses (dgMP) in der ePA. Das Konsortium untersucht exemplarisch komplexe Therapieschemata bei Epilepsie und bipolaren Störungen – Indikationen, bei denen häufig stufenweise Dosisanpassungen und kontrollierte Umstellungen erforderlich sind. Das Team um Prof. Dr. Jürgen Wasem kombiniert systematische Literaturanalysen… 

Washington: Dimite el director del Centro Nacional de Contraterrorismo – Críticas a la guerra de EE. UU. contra Irán

Joseph Kent, director del Centro Nacional de Contraterrorismo (NCTC), ha anunciado su dimisión. En una carta al presidente Trump, hecha pública el 17 de marzo de 2026, justifica su decisión por conflictos de conciencia debido a la guerra en curso contra Irán. Kent afirma que Irán no representaba una amenaza inmediata para EE. UU. La guerra se produjo bajo la presión de Israel y de la poderosa red de lobby estadounidense. Acusa a altos representantes israelíes y a influyentes medios de comunicación en EE. UU. de haber iniciado una campaña de desinformación para crear un ambiente de guerra. Esta táctica habría inducido a error al presidente y lo habría arrastrado a un conflicto que cuesta vidas de soldados estadounidenses y agota los recursos del país. El director saliente se remite a los mandatos anteriores de Trump, durante los cuales este llevó a cabo ataques militares –como el asesinato de Qasem Soleimani y la derrota del ISIS– sin verse envuelto en guerras a largo plazo. El…

Menschen mit Down-Syndrom haben extrem hohes Alzheimer-Risiko

Menschen mit Down-Syndrom (Trisomie 21) haben ein Alzheimer-Risiko von über 90 Prozent. Anlässlich des Welt-Down-Syndrom-Tags am 21. März macht die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) auf die besonderen Herausforderungen in Diagnostik, Versorgung und Forschung für diese Hochrisikogruppe aufmerksam. Der genetische Grund liegt in der dreifachen Ausführung des Chromosoms 21, auf dem das Gen für das Amyloid-Vorläuferprotein APP liegt. Die zusätzliche Genkopie führt zu einer erhöhten Produktion von Amyloid-beta, das sich frühzeitig als Plaques im Gehirn ablagert. Die typischen neuropathologischen Veränderungen beginnen bei Betroffenen meist zwischen dem 35. und 40. Lebensjahr – 15 bis 20 Jahre vor den ersten klinischen Symptomen. Erste demenzielle Anzeichen treten häufig ab Anfang 50 auf. In westlichen Ländern ist Alzheimer-Demenz heute die häufigste Todesursache bei Menschen mit Down-Syndrom. Die Diagnose gestaltet sich besonders schwierig. Die kognitiven Ausgangsniveaus sind individuell sehr unterschiedlich, und ohne frühere Vergleichswerte lassen… 

START Center for Cancer Research und Trialing schließen Partnerschaft für besseren Zugang zu Onkologie-Studien in Europa

Das START Center for Cancer Research und die Plattform Trialing haben eine strategische Partnerschaft vereinbart, um den Zugang zu frühen onkologischen klinischen Studien in Europa zu erweitern. Ziel ist es, Ärzten die aktuelle START-Studienübersicht besser zugänglich zu machen, Überweisungen zu vereinfachen und Patienten schneller mit innovativen Therapien zu verbinden. START, weltweit größtes Netzwerk gemeindenaher Zentren für frühe Onkologie-Studien, stellt über Trialing kuratierte Informationen zu laufenden Studien, Echtzeit-Updates und freie Einschreibplätze bereit. Die Kooperation nutzt Trialing’s Ärztenetzwerk, um Onkologen zeitnah über verfügbare Slots zu informieren und Reibungsverluste im Überweisungsprozess zu minimieren. Der begrenzte Zugang zu klinischen Studien gilt als eine der größten Hürden in der onkologischen Forschung. Durch die Integration in eine Plattform, die Ärzte bereits kennen und nutzen, soll die Sichtbarkeit der Hunderte aktiven START-Studien gesteigert und die Überweisung erleichtert werden. Trialing verbindet Onkologen, Krankenhäuser, Patienten und Pharmaunternehmen über strukturierte…