Im Labor gezüchtete Herzzellen weisen Schwächen auf
Eine von Maria Carmo-Fonseca am GIMM geleitete Studie hat dazu beigetragen, eine der Hauptbeschränkungen von im Labor gezüchteten Herzmuskelzellen aufzuklären. Diese Zellen werden weltweit häufig zur Erforschung von Herzerkrankungen und zur Testung neuer Medikamente eingesetzt. Obwohl sie die Untersuchung des menschlichen Herzens ohne invasive Eingriffe oder Tiermodelle ermöglichen, bilden sie die Eigenschaften echter Herzmuskelzellen noch nicht vollständig ab, was die Genauigkeit bestimmter Studien beeinträchtigen kann. „Diese Zellen sind außerordentlich nützlich, verhalten sich aber noch wie sehr unreife Zellen“, erklärt der Forscher. „Wir wollten genau verstehen, was ihnen fehlt, um den gleichen Entwicklungsstand wie die Zellen im menschlichen Herzen zu erreichen.“ Die heute in der Fachzeitschrift „Stem Cell Reports“ veröffentlichte Studie liefert erstmals ein detailliertes Bild der Entwicklung des menschlichen Herzens von den frühen Entwicklungsstadien bis zum Erwachsenenalter. Durch die Analyse dieses natürlichen Prozesses verglichen die Forscher – in bisher unerreichter Detailgenauigkeit –…
