Schwere CTE klar mit Demenz verknüpft
Forscher der Boston University haben in einer großangelegten Untersuchung von 614 Gehirnen den klarsten Zusammenhang bisher zwischen schwerer chronisch-traumatischer Enzephalopathie (CTE) und Demenz sowie kognitiven Beeinträchtigungen nachgewiesen. Die Ergebnisse, die am 26. Januar 2026 im Fachjournal Alzheimer’s & Dementia erschienen, stärken die Evidenz für langfristige Hirnschäden durch wiederholte Kopftraumata – etwa bei Kontaktsportarten, Militärdienst oder Gewaltopfern. CTE, eine progressive neurodegenerative Erkrankung, kann zu Lebzeiten nur vermutet, aber erst post mortem durch Gehirnuntersuchung sicher diagnostiziert werden. Häufig wird sie mit Alzheimer-Demenz oder anderen Formen der Demenz verwechselt. Die Diagnose im Leben stützt sich bisher auf die Anamnese wiederholter Kopfstöße und das Ausschließen anderer Erkrankungen. Das Team um Michael Alosco analysierte Gehirne von Spendern, die alle wiederholten Kopftraumata ausgesetzt waren, aber keine anderen neurodegenerativen Diagnosen (außer CTE) hatten. Gefäßschäden, Substanzkonsum und Alter wurden berücksichtigt. Von den 614 Gehirnen wiesen 366 CTE auf,…

